In memoriam: Bernhard Weiß

Veröffentlicht: 15. Dezember 2008 von fareus in Geschichte
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Bernhard Weiß (* 30. Juli 1880 in Berlin; † 29. Juli 1951 in London) war promovierter Jurist und Vizepolizeipräsident in Berlin zur Zeit der Weimarer Republik.

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Weiß war wie Walther Rathenau Mitglied der DDP, hatte eine Kämpfernatur und griff gemeinsam mit dem zeitweiligen Berliner Polizeipräsidenten Albert Grzesinski als einer der wenigen republikanisch gesinnten höheren Polizeibeamten systematisch gegen Rechtsbrüche durch. Die Ermittlung der Mörder Walther Rathenaus unter ungewöhnlicher Einbeziehung der Presse galt als Weiß’ Verdienst. Er wurde Opfer regelmäßiger Diffamierungskampagnen der aufkommenden NSDAP unter dem Berliner Gauleiter Joseph Goebbels, der Weiß wegen seiner jüdischen Herkunft stets als „Isidor Weiß“ bezeichnete. Besonders in Goebbels’ Hetzpostille Der Angriff war Weiß ständig Gegenstand antisemitisch motivierter Diffamierungen in Texten und Karikaturen. In Weiß hatte Goebbels einen Feind gefunden, der seiner nationalsozialistischen Ideologie entsprach: ein Bürger jüdischer Herkunft und Repräsentant der Republik, im NSDAP-Jargon „Vertreter des Systems“. Weiß schlug zurück und überzog Goebbels mit mehr als 60 erfolgreich verlaufenen Prozessen. Zugleich bekämpfte er die Kampfformationen der Kommunisten, die der Weimarer Republik ebenfalls feindselig gegenüberstanden. Die KPD verunglimpfte ihn in der Roten Fahne ebenfalls mit antisemitischem Unterton als „Isidor Weiß“.

[...]

http://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_Wei%C3%9F_(Jurist)


Ich sehe Parallelen zu dem mißglückten Mordanschlag auf den Polizeipräsidenten in Passau.

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