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Rassismus weit verbreitet


Studie untersucht Ausmaß von Fremden- und Islamfeindlichkeit in Europa

Feindseligkeiten gegenüber Fremden sind ein gängiges Phänomen und bedrohen den »zivilen Zustand« in den europäischen Ländern. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Instituts für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld, die am Freitag von Wissenschaftlern in Berlin vorgestellt wurde. Während des Winters 2008/2009 hatten die Soziologen jeweils 1000 Einwohner aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Portugal, Polen und Ungarn befragt.

Die Ergebnisse der Umfrage waren für Andreas Zick, Leiter des Forschungsprojektes, »erschreckend«. So ergab die Untersuchung einen hohen Anteil an negativen Einstellungen gegenüber Immigranten. Über die Hälfte der Befragten sind der Meinung, daß es »zu viele Einwanderer im eigenen Land gibt«. Auch gegenüber Muslimen existieren große Vorbehalte.

Demnach halten 55 Prozent den Islam für eine intolerante Religion, und 31 Prozent glauben, daß Muslime Terrorismus als Heldentat ansehen. Laut Studie sind auch rassistische Einstellungen weit verbreitet. Ein Drittel der Interviewten glaubt, daß es eine »natürliche Hierarchie zwischen schwarzen und weißen Menschen gibt«.

Generalisierende Abwertungen bestehen jedoch nicht nur gegenüber Fremden. Der Studie zufolge befürworten 60 Prozent, daß »Frauen ihre Rolle als Ehefrau und Mutter ernster nehmen« sollten. Die Hälfte der Befragten lehnte die gleichgeschlechtliche Ehe ab.

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