Von Gideon Levy
Am Holocaust-Gedenktag gingen sämtliche Großkopferten Israels bei Tagesanbruch zum Angriff über. Präsident Schimon Peres in Deutschland, Ministerpräsident Benjamin Netanjahu samt großer Gefolgschaft in Polen, der Außenminister in Ungarn, sein Stellvertreter in der Slowakei, der Kultusminister in Frankreich, der Informationsminister vor der UN-Versammlung. Sie alle stürmten an die PR-Front, um Reden über den Holocaust zu schwingen.
Der Zeitpunkt für diese ungewöhnlich aufwendige Kampagne ist nicht zufällig: Während der Goldstone-Bericht über den Gaza-Krieg in aller Munde ist, reden wir vom Holocaust, als wollten wir den Eindruck verwischen. Wenn alle Welt nach der Besatzungsmacht Israel fragt, antworten wir mit dem Iran.
Wir haben einen Ministerpräsidenten, der über das Böse in der Welt spricht, aber gleichzeitig einen Zaun errichten lässt, um Kriegsflüchtlinge daran [....]
Der nach lesens dieses Kommentars sich bildende, dichte Schaum vor den Esswerkzeugen eines gewissen und gelegentlichen SPIEGEL-”Publizisten” dürfte so manchen tollwütigen und bedauernswerten Hund vor Neid erblassen lassen.
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