Archiv für die Kategorie ‘Hassprediger’

Der wegen Volksverhetzung angeklagte Bischof Williamson wirft Muslimen die Unterwanderung Europas vor. Den Islam nennt er “Geißel Gottes” und sagt ein “Blutbad” voraus.

Weil er den Holocaust geleugnet hat, wurde er bereits angeklagt, jetzt hat sich der Traditionalistenbischof Richard Williamson offenbar ein neues Ziel gesucht: In einer E-Mail-Kolumne wettert er gegen den Islam. Dieser sei “eine einfache und gewalttätige Religion, welche die ganze Welt mit dem Schwert zu erobern” trachte, schreibt der Brite. Der Islam sei “eine Geißel Gottes”, das Christentum habe ihn “tausend Jahre lang nur durch das Schwert in Schach halten” können.

Williamson schreibt in seiner wöchentlichen Kolumne, die per E-Mail verbreitet wird, der Islam sei vor etwa 1400 Jahren als “Abspaltung von der katholischen Christenheit im Nahen Osten” entstanden und habe sich dann “wie ein Lauffeuer” verbreitet. Für mehrere Jahrhunderte habe der Islam auch Spanien “besetzt” und sei kurz sogar nach Frankreich eingebrochen.

Heute, da die europäischen Christen dabei seien, ihren Glauben zu verlieren, erlaubten sie den “Mohammedanern”, nach Europa zurückzukommen: “Nicht durch das Schwert, aber durch Einwanderung”, so Williamson weiter. Die “Mohammedaner” wollten auf die Weise “in die Lage gelangen, Europa zu erobern”.

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Netzwerk-Treffen in Jerusalem

Veröffentlicht: 8. Februar 2010 von fareus in Hassprediger
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Merkwürdige Kontakte zwischen dem rechtsextremen Geert Wilders und Israel

Von Maryam Dagmar Schatz

Zwei unserer AutorInnen – Huib Riethof und Maryam Dagmar Schatz  – beschäftigen sich mit einem international verzweigten Netzwerk und seinen Aktivitäten. Esbetreibt unter anderem die Unterstützung des rechtsextremen Niederländers und pro Köln-Freundes Geert Wilders mit einer hoch sechsstelligen Summe. (1) Mittlerweile – am 25. Januar – hat man in der internen Mailingliste des Direktors des Middle East Forums und Jerusalem Post-Kolumnisten Daniel Pipes für ein neues Treffen in Israel geworben. Vor einem Jahr (2) hat Schatz bereits darüber berichtet, wie Geert Wilders bei einem solchen Treffen von 300 Extremisten bejubelt wurde. Hier ihr erster NRhZ-Bericht über das Netzwerk, dem weitere folgen werden. – Die Redaktion

Bei der jetzt von „Honest Reporting“ organisierten Konferenz – einer Webseite, die sich um eine „faire Berichterstattung der Medien über Israel bemüht – sind neben bekannten extremistischen Figuren auch durchaus Leute, die mittlerweile allgemein als Mainstream durchgehen. Die Konferenz soll sich unter dem Titel „Hinter den Schlagzeilen“ mit dem beschäftigen, was die Herrschaften für „bias“, also Verfälschung halten, und bietet auch eine Tour durch das Land an.

Das Personal: Moshe Yalon, Vizepremier und früherer IDF-Stabschef, Natan Sharansky, bekannt geworden als Sowjetdissident, Ex-Minister für „Zion-und Diaspora-Angelegenheiten“(3), Mark Regev, Pressesprecher von Netanyahu, der sich, als die ersten IDF-Soldaten ihr Schweigen brachen, damit vernehmen liess, das ganze sei “Pallywood” und diese Soldaten “alle Antisemiten” (4)., Frau Glick, deren Aktivitäten in der Bombing-Mecca-Serie ausführlicher vorgestellt werden, Vize-Aussenminister Danny Ayalon (der mit dem niedrigen Sitz für den türkischen Botschafter), ein Bürgermeister des „Siedlungsblocks Gush Etzion” (5) – lesenwert hierzu der kritische Kommentar in haGalil – (6), drei Mann von „Honest Reporting“ und der Chef und Gründer von MEMRI – dazu ein in der WELT (!) veröffentlichter Beitrag über MEMRI’s letzte Qualitätsarbeit. (7)

Von den für die Herrschaften sicherlich interessanten Programmpunkten hier nur die wichtigsten: Hasbara advocacy training, Besichtigung des Sicherheitszauns, Besuch des Gush Etzion Siedlungsblocks, Besuch in einer Erholungseinheit für Soldaten mit Übergabe von Liebesgaben. Da man sich Islamkritik auch schön machen soll, werden die Konferenzteilnehmer in dem 5-Sterne- Inbal Jerusalem Hotel untergebracht. Von dort hat man, wie das Foto aus der Internet-Präsenz des Hotels zeigt, den rechten Blick auf die Altstadt. Ob die Reisenden sich bei der Gelegenheit die Zwangsräumung des Altstadtviertels von Sheikh Jarrah ansehen werden?. (8)

Insgesamt für 3.200 Dollar, ohne Flug und im Doppelzimmer ein echtes Schnäppchen. „Tue Gutes und rede darüber“. Somit wird auch uns das Material nicht ausgehen und wir werden darüber weiter reden bzw. schreiben.

Aber wir haben heute auch Gutes zu berichten: Abraham Melzer und Elise Hendrick haben den Goldstone Report auf Deutsch (9) herausgebracht, und der Buchenwald-Überlebende und Mitautor der “Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte”, Stephane Hessel, hat dazu das Vorwort geschrieben. (PK)

Aus disziplinarrechtlichen Gründen muss ich darauf hinweisen, dass ich hier ausschließlich meine Privatmeinung vertrete.

Dr. med. Dagmar Schatz ist gebürtige Kölnerin, seit 21 Jahren Muslimin – islamischer Name “Maryam” – und seit 20 Jahren Sanitätsoffizier bei der Bundeswehr, jetzt mit Dienstgrad Oberfeldarzt. Im Internet hat sie unter ihrem nom de plume “bigberta”, einige Bekanntheit erlangt, schreibt aber jetzt nur noch unter ihrem “Klarnamen”.

QUELLE

“Zuerst” heißt eine neue Monatszeitschrift, die seit kurzem an vielen Kiosken erhältlich ist. In einer Kleinstadt bei Kiel sitzt die Redaktionsmannschaft. Die Macher sind bekannte Nationalkonservative oder Rechtsextremisten wie der Verleger Dietmar Munier, der das Magazin herausgibt.
Der Anspruch des Redaktion klingt unverfänglich: “Wir wollen ein Medium sein, das sich nicht auf irgendwelche Ideologien abhebt”, erklärt der Chefredakteur Günther Deschner, “sondern sich zuerst um deutsche Interessen der deutschen Bevölkerung kümmert, um das, was die Bevölkerung mehrheitlich empfindet. Deswegen auch der Titel.” Das “Deutsche” Nachrichtenmagazin hat die Startauflage von beachtlichen 86.000 Exemplaren. Im Heft wird Stimmung gemacht gegen Multikultur, demokratische Politiker und Globalisierung. Dagegen setzt das Magazin eine angeblich heile Struktur gesunder ethnisch getrennter Völker.

[via Kruppzeuch]

Link zu 3sat.

PI macht da auch gerne Werbung für die Gesinnungsgenossen:

PI/2010/01/zuerst-ein-nicht-linkes-nachrichtenmagazin/

DIE WELT lässt “Bomben-auf-den Iran” Artikel verschwinden

…das kann ihn jedoch nicht ungeschehen machen.

Heute ging deswegen ein Einschreiben an den Deutschen Presserat raus. Ich habe einfach keine Lust mehr, dauernd Kriegshetze erdulden zu müssen – auch nicht online!

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Nach konkretem Angebot Irans: Tageszeitung DIE WELT fordert Bombardierung

Gegen das Springerblatt DIE WELT muss Strafanzeige wegen Volksverhetzung und publizistischer Beihilfe zur Anstachelung zu einem Angriffskrieg erstattet werden. Es versteht sich außerdem, dass dem Blatt eine Rüge durch den Bundespresserat erteilt werden muss, da es gegen den wichtigsten Grundsatz des Pressekodex verstoßen hat, der lautet: Achtung vor der Wahrheit und Wahrung der Menschenwürde. Dieser Ethik-Kodex gilt seit dem 1.1.2009 auch für Online-Medien.

[...]

Wer ist Daniel Pipes?
Pipes ist ein Schreibtäter, Kolumnist, Kommentator für verschiedenste Tageszeitungen, u.a. New-York-PostJerusalem Post uvm.
Nach eigenen Angaben ist er „… Mitglied der ‚Special Task Force on Terrorism and Technology’ (einer besonderen Arbeitsgruppe zu Terrorismus und Technologie) im US-Verteidigungsministerium, sitzt in fünf Herausgeber-Gremien, hat vor vielen Parlamentsausschüssen ausgesagt und in vier Präsidentschafts-Wahlkämpfen mitgearbeitet.“
Spezielles Hobby des multiplen Buchautors sind Studien über Verschwörungstheorien und verfolgungswahnartige Phämomene,  besonders im Iran, über die er sich (akademisch) lustig macht … und er ist Direktor des Middle-East-Forums. Letzteres ist ein sich selbst so betitulierender Think-Thank, dessen Tätigkeit im Wesentlichen darin besteht öffentlich zu hetzten. Dieser Tätigkeit wird nur mühsam ein akademisches Mäntelchen namens „Studien“ umgehängt. Der Hetztank geißelt unermüdlich Islamismus und die „Kriegsgefahr“, die vom Iran ausgehe. Politische Analysen über den Iran mit schwerwiegenden Folgerungen und Forderungen kann „Studien“-Direktor Pipes mühelos tätigen, ohne ein einziges Wort Farsi zu beherrschen. In bewusster Unschärfe verwechselt das Forum US-Interessen mit denen der „einzigen nahöstlichen Demokratie“.

[...]

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Artikel im Google-Cache.

Artikel als Screenshot.

Die norwegische “Aftenposten” und “Dagbladet” berichten über die Zeichnung des Propheten in der Gestalt eines Schweins, das auf der Facebook-Fanseite des norwegischen Geheimdienstes veröffentlicht wurde.
Wie die norwegische Tageszeitung “Dagbladet” berichtet, wurde in der Fanseite des norwegischen Geheimdienstes PST (Politiets Sikkerhets Tjeneste), eine Mohammed-Karikatur veröffentlicht. Die Fanseite im weltweiten sozialen Netzwerk “Facebook” wurde erst letztes Jahr erstellt und hat bereits 5400 Mitglieder. Justizminister Knut Storberget sowie hochrangige PST-Beamte forderten die Verantwortlichen auf, sich öffentlich dafür zu entschuldigen. Der liberale pakistanisch-stämmige Sprecher der norwegischen Muslime im Parlament, Abid Qayyum Raja erklärte, dass auch er über die Karikatur zutiefst beleidigt und verletzt wurde. Die Sprengkraft dieser Karikatur sei um ein vielfaches höher als die Karikaturkrise in Dänemark, sagte Abid Qayyum Raja.

Der Fall ist umso brisanter, da auch rassistische und diskriminierende Aussagen getroffen wurden. Verbal wurden Muslime in Kommentaren beleidigt, von Vertreibung ist die Rede. In der besagten Karikatur wird Prophet Mohammed als Schwein und während dem schreiben des Korans dargestellt. Eindeutig ist der Name des Propheten in arabischer und lateinischer Schrift zu erkennen und auch das vor dem Schwein liegende Buch trägt die Aufschrift “Koran”.

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Solche “Karikaturen” :

… erinnern mich eher an solche “Kunstwerke” mit dem Motiv der “Judensau”, die sich im Mittelalter in Europa größter Beliebtheit erfreuten:

Siehe auch hier:

http://www.politische-bildung-brandenburg.de/extrem/rr06_7.htm

Unter Hasspredigern

Veröffentlicht: 5. Februar 2010 von fareus in Hassprediger
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STREIT UM ISLAM

In Deutschlands Zeitungen tobt eine Debatte über “Islamkritiker” wie Henryk M. Broder. Dabei stellen sich zwei Fragen: Wer hat die Deutungshoheit? Und wer hat wirklich Ahnung?

Ist Henryk M. Broder ein Hassprediger? Das Schweizer Plebiszit für ein Minarettverbot hat mit einer gewissen Verzögerung auch in Deutschland eine Debatte in Gang gebracht. Sie dreht sich um antimuslimische Ressentiments und prominente Islamgegner wie Henryk M. Broder und Necla Kelek. Darüber streiten sich die Feuilletons der Republik derzeit in ungewöhnlich scharfem Ton, wobei die Fronten quer durch so manches Verlagshaus und so manche Zeitungsredaktion gehen.

Den Auftakt machte in der Zeit Thomas Assheuer, der Henryk M. Broder und Ayaan Hirsi Ali einen “Aufklärungsfundamentalismus” vorwarf, weil sie das Schweizer Minarettverbot begrüßten. Ihm folgte Claudius Seidl in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, der die von Broder, Hirsi Ali und Kelek betriebene Gleichsetzung von Islam und Islamismus als Demagogie kenntlich machte.

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Für den SPD-Kreisverband Spandau erstellte der Politikwissenschaftler Gideon Botsch ein Gutachten, das den Rassismus der Aussagen des ehemaligen Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin belegen soll. Auf 21 Seiten kommt Botsch schließlich zu dem Urteil, dass dies in den „zentralen Passagen eindeutig“ der Fall sei. Die wohl wichtigste Grundlage der Arbeit muss in diesem Fall wohl die Definition des Rassismus sein, bietet sie doch die Blaupause zur Be- oder Widerlegung des Rassismusvorwurfs.

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