Mit ‘Arbeitsrecht’ getaggte Beiträge

Mundraub

Veröffentlicht: 20. November 2009 von fareus in Die Verlierer unserer Gesellschaft
Schlagwörter:, , ,

Teewurst-Diebstahl

 

Kündigung gegen Pflegehelferin zurückgezogen

Die wegen eines geklauten Stücks Teewurst gekündigte schwerbehinderte Pflegerhelferin in einem Altenheim in Hannover darf nun doch weiterarbeiten. Wie NDR 1 Niedersachsen berichtete, teilte das am Freitag der Geschäftsführer der Berliner Trägergesellschaft Evangelisches Johannesstift Altenhilfe, Wilfried Wesemann, mit. Am Donnerstag war bekannt geworden, dass die Frau von ihrem Arbeitgeber entlassen worden war, weil sie unerlaubterweise in der Küche der Senioreneinrichtung ein Brot mit Teewurst verzehrt hatte. Die Frau habe sich bei den eigentlich für die Bewohner bestimmten Lebensmitteln bedient, argumentierte der Anwalt des Heimbetreibers.

Die Entlassung sei zwar juristisch korrekt, dennoch werde die Frau im Unternehmen weiterbeschäftigt, sagte Wesemann. Diese Entscheidung sei aus christlicher Sicht getroffen worden. Bis zum Start an einer neuen Arbeitsstelle werde die Helferin aber möglicherweise vorläufig von der Arbeit freigestellt.

Welle der Entrüstung ausgelöst

Die 41-Jährige hatte zuvor bereits Klage gegen die Kündigung eingereicht. Umso überraschter zeigte sich ihr Anwalt Rolf Schaefer von der neuen Entwicklung. “Gestern hat es noch geheißen, man kann mit der Frau nicht zusammenarbeiten. Heute zieht man die Kündigung zurück, dass ist schon merkwürdig”, sagte er NDR 1 Niedersachsen. Schaefer geht davon aus, dass es nur durch das breite öffentliche Interesse zu dieser Wendung kam. Der Fall seiner Mandantin, die seit 18 Jahren in dem Heim tätig ist, hatte nach Bekanntwerden in der Öffentlichkeit eine Welle der Entrüstung ausgelöst. Das Beschäftigungsverhältnis zwischen der Frau und dem Pflegeheim sei aber schon zuvor problematisch und über Jahre “nicht ohne Beanstandung” gewesen, sagte Wesemann.

weiterlesen

Mundraub ist ein inzwischen abgeschaffter deutscher Straftatbestand. Er bezeichnete die Entwendung oder Unterschlagung von Nahrungs- oder Genussmitteln oder von anderen Gegenständen des hauswirtschaftlichen Gebrauchs in geringer Menge oder von unbedeutendem Wert zum alsbaldigen Verbrauch.
Nach § 370 Abs. 1 Nr. 5 StGB a. F. wurde Mundraub zuletzt mit einer Geldstrafe bis zu fünfhundert Deutsche Mark oder mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Wochen bestraft. Wurde die Tat zum Nachteil eines Nachkommen oder des Ehegatten begangen, war sie straflos. Im Rahmen der Strafrechtsreform wurde der Mundraub zum 1. Juli 1975 als eigenständiges Delikt abgeschafft. Nach heute geltendem Recht werden Diebstahl und Unterschlagung geringwertiger Sachen gemäß § 248a StGB grundsätzlich nur noch auf Strafantrag verfolgt.

WIKI

 

 


Genau, wo kommen wir denn dahin wenn jeder Mitarbeiter sich bedienen würde, wenn sich einer bedienen darf dann nur die Chefs.
Wieso ist noch niemand auf die Idee gekommen den Mitarbeitern die verbrauchte Betriebsluft in Rechnung zu stellen, die Abnutzung der Produktionsmaschinen, Toilettenbenutzung, … die Liste ließe sich bestimmt fortsetzen, am Ende müssen die “Kostenfaktoren”, auch als “Human-Kapital” bezeichnet, noch Geld mitbringen.

Schöne, neoliberale, schwarz-gelde Arbeitswelt:

http://fareus.wordpress.com/2009/09/25/mobbing-in-der-krise-monitor/

Doping für den Job – Burnout Schuften bis zum Umfallen

Veröffentlicht: 18. November 2009 von fareus in Gesundheit
Schlagwörter:,

Psychische Erkrankungen infolge von Arbeitsstress sind in den vergangenen zehn Jahren um 70 Prozent angestiegen.
Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, dem drohenden Abstieg, treibt die Menschen zu immer mehr Leistung an. Die Arbeitswelt, sagt der Göttinger Soziologe Professor Michael Schumann auf Arte, kennzeichne sich durch eine wachsende Grausamkeit gegenüber dem Individuum. In Unternehmen werde gewaltig gemobbt, verbogene Rückgrate seien von Vorteil, die Spielchen von Ausgrenzung und Zuneigung alltäglich und die Angst vor Burnout weit verbreitet.
In großem Maß verantwortlich sind die modernen Techniken. Der Arbeitnehmer ist ihr Sklave geworden. Wer nicht mitrudert, geht unter. Für viele ist es heute selbstverständlich, dass sie auch abends und am Wochenende erreichbar sind. Sie sind es gewöhnt, E-Mails rund um die Uhr über Web oder Smartphones abzurufen. Projekte koordinieren, Termine vereinbaren, Fragen beantworten, Entscheidungen treffen – all das kann heutzutage simultan geschehen. Doch der Preis ist mitunter hoch.

Arbeitsbedingter Suizid

Veröffentlicht: 18. November 2009 von fareus in Arbeitsrecht
Schlagwörter:,

KRANK DURCH ARBEIT

Wie arbeitsbedingten Depressionen vorbeugen?

Die durch schwer belastende Arbeitsbedingungen verursachten Suizide in Frankreich machen Schlagzeilen – und das nicht erst seit der jüngsten Krise. In Japan hat das traurige Phänomen schon seit den 80er Jahren einen eigenen Namen: Karojisatsu, übersetzt: Suizid als Folge von Depressionen durch Überarbeitung und Stress.

Mittlerweile werden in Japan alle Suizide systematisch daraufhin untersucht, ob sie arbeitsbedingte Ursachen haben. In 2006 zählten die Statistiker dort ca. 32.000 Selbstmorde, von denen ca. 5.000 eindeutig erkennbar arbeitsbedingte Ursachen aufwiesen. Und auch in Deutschland steigen die Krankmeldungen aufgrund psychischer Erkrankungen seit einigen Jahren. Doch wie sollen Arbeitsschützer und Betriebsräte mit diesem Thema umgehen?

Die Haftungsfrage

Anders als in Frankreich oder Großbritannien werden arbeitsbedingte Suizide in Deutschland (noch) nicht statistisch erfasst. Das heißt nicht, dass es sie nicht gibt. Für Angehörige ist die Frage nach der Ursache auch eine wichtige Haftungsfrage. Wird ein Suizid wie ein Tod durch einen Arbeitsunfall anerkannt, bestehen auch entsprechende Versorgungsansprüche. Auch wenn dieser Nachweis äußerst schwierig ist, haben in der Vergangenheit deutsche Gerichte den klagenden Angehörigen in einigen Einzelfällen Recht gegeben und Versorgungsansprüche gesichert.

weiterlesen

Arbeitgeberpräsident

“Milliardenbeträge” könnten laut Arbeitgeberpräsident Hundt beim ALG II eingespart werden – ohne Probleme. Lediglich notwendig: Effizienzsteigerung.

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat die zukünftige Bundesregierung aufgerufen, “Milliardenbeträge” bei der staatlichen Fürsorgeleistung Arbeitslosengeld II einzusparen. Dies ginge ohne Probleme “durch einen wirtschaftlichen Mitteleinsatz”, sagte der BDA-Präsident in einem Interview mit der Leipziger Volkszeitung.

Dazu bedürfe es aber einer Effizienzsteigerung bei der ALG-II-Verwaltung nach dem Vorbild der größtenteils erfolgreichen Reform im Bereich der Arbeitslosenversicherung. “Wir brauchen eine leistungsfähige Verwaltung, mit der die hilfesuchenden Menschen genauso zielgerichtet und wirtschaftlich unterstützt werden wie bei der Arbeitsverwaltung”, so Hundt.

weiterlesen

 

Wieso brauchen wir eine Institution die jährlich Millionen kostet, haben die Arbeitgeber zu viel Geld? Dann sollen sie es dem Staat geben, in Form von Steuern und Abgaben.

Wie wäre es wenn die Arbeitgeber den nicht gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiten keine Tariflöhne und Sonderleistungen gewähren?  Das würde auch Milliarden einsparen und den Gewerkschaften neue Mitglieder verschaffen.

Die Forderungen werden wieder hanebüchen dem Neoliberalismus sei Dank, aber übertreibt es nicht, denn das Volk steht bereit.

 

Kurzarbeit – Die Schmarotzer aus der Wirtschaft

Veröffentlicht: 13. November 2009 von fareus in Arbeitsrecht
Schlagwörter:,

Die Dokumentation “Hoffen Bangen Täuschen – Der Schwindel mit der Kurzarbeit”. Wie den Wirtschaftsunternehmen das deutsche “Schmarotzen” leicht gemacht wird. Die Politik der Begünstigung von Mitnahmeeffekten für Unternehmen. Arbeitnehmer werden genötigt bei diesem Betrug “mitzuarbeiten”.

 

 

weitere 4 Teile anschauen

Jobsuchende müssen beim Autobauer Daimler in der Einstellungsphase Bluttests abgeben. Damit werde untersucht, ob ein Kandidat für eine Stelle geeignet sei, hieß es am Mittwoch aus der Stuttgarter Konzernzentrale.

Bei Experten und Datenschützern sorgte das Vorgehen des Unternehmens für große Empörung. ‘Daimler wurde von uns umgehend aufgefordert, sich zu äußern’, sagte ein Sprecher des zuständigen Datenschutzbehörde in Baden-Württemberg. Diese Erklärung habe man gestern Nachmittag abgegeben, sagte ein Daimler-Sprecherin dem WESER-KURIER.

Zu den Bluttests selbst sagte die Sprecherin, dass das die üblichen Einstellungsuntersuchungen seinen. Diese würden bei dem Autobauer bereits seit mehr als 30 Jahren gemacht und seien auch mit dem Betriebsrat abgestimmt. Blut werde den Bewerbern allerdings nur abgenommen, wenn diese vorher zustimmen. ‘Wenn jemand nicht einwilligt, ist das kein Grund, ihn nicht einzustellen.’ Die Einstellungsuntersuchungen werden von den Werksärzten der jewiligen Standorte durchgeführt. Dieser teile der Personalabteilung anschließend mit, ob der Bewerber geeignet oder nicht geeignet sei. ‘Befunde und Diagnosen werden nicht weitergegeben.’ Diese würden direkt mit den Jobsuchenden besprochen

weiterlesen

Auf Wunsch des Künstlers habe ich die Zeichnung entfernt.

Bildquelle

Homepage des Künstlers: http://www.ce-comico.de/

Ich war heute einkaufen bei REAL. Die REAL-Supermärkte gehören zum großen METRO-Konzern, wie z.B. auch Media-Markt, SATURN, … .

Schaust du hier.

Auf der suche nach einem Christstollen habe ich zwei Mitarbeiter angesprochen, die gerade Waren in die Regale einordneten. “Wo finde ich Christstollen?”, habe ich gefragt. Sie haben mich nur fragend angeschaut und wußten gar nicht was ich wollte. Hinten auf ihren Arbeitswesten stand KÖTTER, ich zog weiter und suchte gezielt nach REAL-Mitarbeitern.

Vergebens, erst jetzt fielen mir die vielen Menschen auf, die mit der Aufschrift Kötter Paletten mit Ware durch die Gänge zogen oder Waren einordneten. Weit und breit kein REAL-Mitarbeiter, versuchst du noch einmal dein Glück und fragst jemanden von KÖTTER. Die Mitarbeiterin lächelte mich an und verwies mich auf 4 Gänge weiter.

Ich kam meinem Christstollen näher und konnte es schon förmlich riechen, alles was das weihnachtliche Herz begehrt Dominosteine, Printen, Baumkuchen, Weihnachtsmänner, … , aber keine Christstollen.

Gefrustet und entmutigt ging ich Richtung Käsetheke und da waren sie, die Christstollen. Ich habe sie durch Zufall gefunden.

An der Kasse war eine waschechte REAL-Kassiererin (REAL-Kittel), die habe ich auf meine Entdeckung mit den KÖTTER Leiharbeitern angesprochen. Sie sagte mir, “die Sitzen auch an den Kassen, mehrheitlich”, ich fragte ob denn momentan gestreikt wird, sie verneinte.

Die Leiharbeiterfirma KÖTTER hat mit ihren Mitarbeitern viele Arbeiten übernommen und damit auch Arbeitsplätze, die früher durch REAL-Mitarbeitern besetzt waren.

Bei meiner Recherche im Internet bin ich auf folgenden Artikel vom 19.11.2007  gestossen:

Die fast lautlose Ver.di-Oper

Die Arbeitnehmer des deutschen Einzelhandels kämpfen für bessere Löhne. Doch bislang merkt das kaum jemand, weil streikende Kassiererinnen durch Leiharbeiter ersetzt werden.

[...]

Während Marina W. am vergangenen Montag im Berliner Ver.di-Zug demonstrierte, saß an der Kasse ihres Reinickendorfer Real-Markts schon Ersatz: Dort kassierte Andreas W. und war stolz darauf, wie gut es an seinem zweiten Tag in dem Laden bereits lief.

Die Zeitarbeitsfirma Kötter hatte den 22-Jährigen als Streikbrecher angeheuert – für 6,50 Euro die Stunde. Und so sitzt Andreas W. nach einer abgebrochenen Lehre bei Lidl nun als Tagelöhner an der Real-Kasse und verteilt “Treuepunkte” an die Kunden.

Rund 50 Kötter-Kräfte waren während des Ver.di-Ausstands allein in den Berliner Real-Märkten für jeweils vier Tage im Einsatz. Einen auf diese wenigen Tage befristeten Arbeitsvertrag als Minijobber sollten sie erst nach getaner Arbeit erhalten. Die Eile zwinge zu solchen Ausnahmen, heißt es in der Berliner Dependance der Leiharbeitsfirma.

Das Unternehmen heuert ganz gezielt für Streikfälle Personal an – obwohl es als Mitglied des Bundesverbands Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen (BZA) einem Manteltarifvertrag unterliegt, der vorsieht, dass Mitarbeiter nicht in Betrieben eingesetzt werden, die durch einen Arbeitskampf unmittelbar betroffen sind.

[...]

weiterlesen

Dieses Problem hat der METRO-Konzern wohl dadurch gelöst, dass sie direkt auf KÖTTER-Mitarbeiter setzen und ihr Stammpersonal auflösen.

Ich werde mir in Zukunft überlegen ob ich überhaupt noch einmal bei REAL einkaufen gehe, denn die niedrigen Preise finanziere ich durch meine Steuerabgaben und den Beiträgen in die Sozialkassen.

Denn es kann mir keiner erzählen, dass die KÖTTER-Mitarbeiter mit einem Stundenlohn von 6,50€ ein menschenwürdiges Leben führen können und nicht noch einen Anspruch auf HartzIV haben, um das Einkommen auf das Existenzminimum aufzustocken.

“REAL, Einmal hin. Alles drin. “, oder wie ich es formulieren würde,”Ist der Ruf einmal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.”

StreikTV

Veröffentlicht: 28. Oktober 2009 von fareus in Arbeitsrecht
Schlagwörter:,

Die Themen der Sendung vom 28.10.2009:

Vor Ort: Bsirske zum Koalitionsvertrag

Hintergrund: Tarifverhandlungen bei der Post

Woche: Streik der Gebäudereinigungskräfte / Protest der Feuerwehr Hagen / Neuer Film von Günther Wallraff

http://www.streik.tv/

K1 Magazin 12 09 09 Zum Fall Schlecker XL

 


 

ARD Panorama 16 04 09 Zum Fall Schlecker XL

[via Francescos Blog]

Solidarität mit den streikenden GebäudereinigerInnen

Veröffentlicht: 26. Oktober 2009 von fareus in Arbeitsrecht
Schlagwörter:,

Ver.di Campus unterstützt den Kampf der GebäudereinigerInnen für bessere Löhne in jeder Hinsicht. Ohne die Arbeit der GebäudereinigerInnen würden die meisten Betriebe nicht funktionieren. Ihre geleistete Arbeit muss als anspruchsvolle Tätigkeit gesellschaftlich anerkannt und endlich angemessen entlohnt werden! Sauberkeit hat ihren Preis!

Die große Mehrheit der Menschen in Deutschland hält den Kündigungsschutz für unverzichtbar: Insgesamt 51 Prozent möchten die Schutzregelungen unverändert behalten, weitere 29 Prozent wollen sie stärken. Lediglich 13 Prozent finden es richtig, den Kündigungsschutz einzuschränken oder abzuschaffen. Eine deutliche mehrheitliche Zustimmung zeigt sich in allen Berufsgruppen und auch bei Anhängern von Union und FDP. Facharbeiter und Arbeitslose plädieren besonders häufig für unveränderten Erhalt oder Ausbau des Kündigungsschutzes. Auch unter den Selbständigen sind 70 Prozent dafür, den Kündigungsschutz unverändert beizubehalten oder ihn auszubauen. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts polis + sinus im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung (die einzelnen Zahlen der Auswertung finden Sie im Tabellen-Anhang zu dieser PM; Link siehe unten).

„Die hohe Wertschätzung kommt nicht von ungefähr: Der Kündigungsschutz schützt Beschäftigte vor Willkür im Arbeitsleben, indem er transparente und überprüfbare Verfahren vorschreibt und „Herr-im-Hause-Verhalten“ von Arbeitgebern unterbindet. Damit trägt er zum sozialen Frieden bei“, sagt Prof. Dr. Heide Pfarr, Arbeitsrechtlerin und Wissenschaftliche Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung.

weiterlesen [PDF-Datei]

[via NachDenkSeiten]

Wegen gebrauchten Kartons gekündigt

Veröffentlicht: 22. Oktober 2009 von fareus in Arbeitsrecht
Schlagwörter:, ,

Erneut hat ein Mann wegen eines vermeintlichen Bagatelldeliktes seinen Job verloren. Dem 50-Jährigen war gekündigt worden, nachdem er mehrere gebrauchte Kartons seines Unternehmens aus Trossingen (Kreis Tuttlingen) für den Umzug seiner Tochter mit nach Hause genommen hatte.

In einem Vergleich vor dem Arbeitsgericht Villingen-Schwenningen einigten sich beide Parteien nach Medienberichten vom Mittwoch darauf, die Kündigung gegen eine Abfindung aufrecht zu erhalten.

Erst in der vergangenen Woche hatte ein Gericht in Radolfzell am Bodensee entschieden, dass die Mitarbeiterin eines Seniorenheims nach dem Diebstahl mehrerer Maultaschen zu Recht entlassen worden ist.

Der 50 Jahre alte Trossinger war nach 27 Jahren im Betrieb von einer Überwachungskamera gefilmt worden, als er die Kartons einpackte.

Die Firma sah dies als Diebstahl ab und kündigte dem Mann fristlos. Dagegen zog der Mitarbeiter vors Arbeitsgericht – erfolglos. Er habe geglaubt, die Kartons würden nicht mehr gebraucht, sagte der 50-Jährige.

weiterlesen