Mit ‘Koscher’ getaggte Beiträge

Die heilige Wurst

Veröffentlicht: 7. Mai 2010 von fareus in Israel
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UNKOSCHERES ESSEN IN ISRAEL

Die beste Schweinswurst Israels gibt es in Jaffa. Dabei dürfen Schweine eigentlich nicht mal den Boden des Heiligen Landes betreten.

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Sehr viel strikter halten es die Aufsichtsbeamten mit der Vorschrift, dass das Schwein keinesfalls den Boden des Heiligen Landes berührt. In Lahav wird das unkoschere Tier deshalb auf Beton- und Holzplatten, knapp einen Meter über der Erde, gehalten. Ab der Schlachtung dann übernimmt der Kibbuz Misra die weitere Verarbeitung zu tiefgefrorenen Koteletts und Kassler. Und natürlich zur Wurst. 6,5 Tonnen “weißes Fleisch” gehen jeden Monat an die 900 Verkaufsstellen landesweit. Dazu gehören Delikatessenläden, Restaurants und die 33 Filialen der Kette Tif Taam, die inzwischen an der Misra-Fleischverarbeitung die Mehrheit hält.

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Koschere Alte Schmiede

Veröffentlicht: 29. August 2009 von fareus in Gastautor, Judentum
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Habe ein interessantes Video gefunden und mir überlegt, was die Herreschaften bei PI wohl machen würden, wenn das Hotel sich auf MUSLIMISCHE Gäste spezialisiert hätte?

Dank an Anne.

Religion reloaded

Veröffentlicht: 25. Juli 2009 von fareus in Israel
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Glaube goes Hightech. Wer denkt, religiöse Tradition versperre sich der Moderne, der irrt gewaltig. In Israel gibt es immer neue Erfindungen, die das Judentum zeitgemäß verjüngen.

In Be´er Sheva hatte der Oberrabbiner Yehuda Deri eine famose Idee zur kostensparenden Kosherkontrolle: da die Restaurants der Stadt ihre Öffnungszeiten ausgeweitet hatten, mussten auch die Kontrolleure der Kashrut, der jüdischen Speisegesetze zu reinen Ernährung, länger in den Küchen bleiben, um in die Töpfe zu gucken.

Für die Lokale ein teurer Posten – der nun Dank Oberrabbiner Deri wegfällt. Kashrut-Kameras sollen in den Küchen installiert werden und einen Videolivestream direkt zu den Aufsehern der religiösen Ernährungsregeln senden. Zwar würden die Kameras die Aufseher vor Ort nicht vollständig ersetzen, da sie nicht nur die Zubereitung der Speisen kontrollieren, sondern auch die Nahrungsmittel selbst – doch zwei bis drei Stunden Dienst an einem Tag würde die Videokontrolle ersetzen können.

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Koscher

Veröffentlicht: 9. Februar 2009 von fareus in Judentum
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Koscher und trefe (Definition im Sinne der Tora) 

Das eingekreiste U wird von der Orthodox Union zur Auszeichnung koscherer Lebensmittel verwendet. „Pareve“ bedeutet, dass darin weder milchige noch fleischige Bestandteile enthalten sind.

Lebensmittel und die aus ihnen hergestellten Speisen sind nach diesen Regeln entweder „koscher“ (כשר, hebräisch für „rein“, „tauglich“ oder auch „geeignet“) – somit rein im Sinne der Tora (nicht im biologischen bzw. hygienischen Sinne) und damit essbar – oder „trefe“ (auch „tame“) und damit unrein. Von den Säugetieren sind nur solche als koscher zu betrachten, die zweigespaltene Hufe haben und Wiederkäuer sind (zum Beispiel Kühe).

Damit ist beispielsweise Schweinefleisch als „trefe“, das heißt als nicht koscher zu betrachten, da Schweine zwar gespaltene Hufen haben, aber nicht wiederkäuen. Ein anderes Beispiel für nicht koschere Tiere sind Kamele, die zwar wiederkäuen, aber keine (vollständig) gespaltenen Hufe haben.

Von den übrigen Tieren sind ferner Greifvögel und im Wasser lebende Tiere ohne Flossen und Schuppen verboten (zum Beispiel der Aal). Unter dieses Verbot fällt damit beispielsweise der Stör, der keine Schuppen, sondern Platten hat, und damit auch der vom Stör stammende echte Kaviar, sowie sämtliche Wassertiere, die keine Fische sind, wie Hummer, Langusten, Muscheln, Tintenfische und Schnecken.

Ebenfalls als „trefe“ gelten sämtliche Reptilien, Frösche, Würmer, Schnecken, Spinnen, Insekten und Ähnliches – von vier in der Tora ausdrücklich als koscher genannten Heuschreckenarten abgesehen. Da sich heute jedoch nicht mehr feststellen lässt, welche Heuschreckenarten gemeint waren, gelten heute sicherheitshalber alle Heuschrecken als trefe.
Pflanzliche Lebensmittel gelten meist als koscher. Eine wichtige Ausnahme ist von Nichtjuden gekelterter Wein. Auch von Nichtjuden zubereitete Fertiggerichte gelten sicherheitshalber als nicht koscher. Eine regelmäßige Kontrolle des Herstellungsbetriebs durch einen Rabbiner und die Entzündung des Kochfeuers durch einen Juden (meist wird eine kleine, dauerhaft brennende Pilotenflamme verwendet) reichen aus, um diese Verbote aufzuheben.
Während der sieben Tage des Pessach gelten weitere Regeln, die die Vermeidung aller Arten von Hefe und Sauerteig betreffen.
Bei Mehadrin handelt es sich um eine besonders sorgfältige Auslegung der Kaschrutgesetze.

QUELLE

 

Was ich als bemerkenswert fand ist, dass Juden keine Cheese-Burger essen dürfen, weil “Milchigem” (Käse) und “Fleischigem” (Rindfleisch) gemeinsam darin enthalten sind.

 

Milch und Fleisch 

In der Tora steht an drei Stellen (zweimal im 2. Buch Mose, einmal im 5. Buch Mose) ein Satz, der nach allgemeiner Auslegung aus dem Hebräischen folgendermaßen übersetzt wird: Du sollst das Böcklein nicht in der Milch seiner Mutter bereiten.

Dieser Satz ist vor allem in den talmudischen Schriften so ausgelegt worden, dass es untersagt ist, das Fleisch von Warmblütern (also Säugetieren und Geflügel) zusammen mit Milchprodukten (Butter, Joghurt, Käse oder ähnlichem) zuzubereiten. Und während man nach einem Gericht, das aus Milchprodukten bestand, unmittelbar danach ein Fleischgericht essen darf, muss man nach einer Fleischmahlzeit volle sechs Stunden warten, bis wieder etwas „Milchiges“ gegessen werden kann.

Orthodoxe Juden legen diese Trennung von Milch- und Fleischprodukten so streng aus, dass sie dafür getrenntes Ess- und Kochgeschirr verwenden, teilweise auch getrennte Kühlschränke, Herde und – wo vorhanden – Geschirrspülmaschinen. In koscheren Restaurants gibt es zu diesem Zweck oft sogar zwei getrennte Küchen.
Pflanzliche Lebensmittel gelten als neutral und dürfen beliebig sowohl mit „Milchigem“ als auch mit „Fleischigem“ kombiniert werden. Fische werden ebenfalls als neutral angesehen.

QUELLE

 

 

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