Israel bezahlt positive Werbung im Internet

Veröffentlicht: 25. Dezember 2009 von fareus in Israel
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Das israelische Aussenministerium finanziert professionelle Kommentarschreiber, die in internationalen Medien, wie zum Beispiel in Facebook, Blogs und «linken Websites» posten, um die Regierungspolitik Israels zu verteidigen. In einem gestern erschienenen Artikel auf Hebräisch auf der Website der Zeitung «Yedioth Ahronot» wurde das neue Programm des israelischen Aussenministeriums für die Erweiterung des Propagandakampfes im Ausland, hauptsächlich in Europa und den USA, dargestellt. Laut dem Zeitungsbericht wurde Dutzenden Studenten und Ex-Soldaten ein Büro zur Verfügung gestellt, um Kommentare in verschiedenen Blogs, Nachrichten-Websites, Foren, Twitter, Facebook und auch in «linken Websites» zu schreiben, die die aktuelle Positionen der israelischen Regierung erklären und verteidigen.

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Israel: Weihnachtsbaum verletzt religiöse Gefühle

Tel Aviv (APA) – Israelische Hotels, Restaurants und Clubs dürfen keine Weihnachtsbäume oder „christliche Symbole“ aufstellen und ihre Gäste nicht mit Weihnachtsmännern erheitern. Eine entsprechende „Empfehlung“ hat das Oberrabbinat ausgegeben. Zusätzlich geht in letzter Zeit eine Rabbinergruppe namens „Lobby für jüdische Werte“ gegen Hotels und Restaurants vor, die gegen diese Regel verstoßen.
„Wir planen, die Namen der Einrichtungen zu veröffentlichen, die christliche Symbole aus Anlass der christlichen Feste aufstellen und zu einem Boykott gegen sie aufzurufen“, zitiert die Zeitung „Yediot Ahronot“ jene Lobby. Auch die Stadtrabbiner von Jerusalem gehen gegen solche „christlichen Symbole“ vor und drohen den Restaurants und Hotels, die „Koscher-Urkunden“ zu entziehen. Fromme Juden meiden Gaststätten ohne eine solche Urkunde.

Beim israelischen Außenministerium gingen bereits erste Beschwerden gegen die „Empfehlung“ der Oberrabbiner ein. Vatikanbotschafter Motti Levy erhielt eine Klage aus dem Vatikan und musste sich Kritik in den italienischen Medien „anhören“. Beim Botschafter in Washington beschwerten sich christliche Kongressabgeordnete.

Bei der „Empfehlung“ handelt es sich jedoch nicht um ein „bindendes Verbot“, sondern nur um eine „Empfehlung“, an öffentlichen Plätzen, wie Hotel-Lobbys keine christlichen Symbole aufzustellen. Gleichwohl dürften die Hotels in „geschlossenen Räumen“ am 31. Dezember Sylvester-Feiern ansetzen. Doch in „öffentlichen Räumen sind Symbole tunlichst zu vermeiden, die Gefühle von Menschen anderer Religionen verletzen könnten“, erklärte das Oberrabbinat.

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Kommentare
  1. steadyx sagt:

    Och, wenn man sich Webseiten und Blogs wie diese hier anschaut, die offensichtlich von jemanden geführt wird, der/die auf die heutigen linksgerichteten Medien hineinfällt und jegliche Anti-Israel Propaganda hirnlos glaubt, unterstütze ich diese Maßnahmen der israelischen Regierung, die immerhin Menschen mit einer gewissen Weitsicht und Blick für die Wahrheit fördert.

    Und zum zweiten:
    Restaurants und Gaststätten mit solchen Symbolen sind einfach nicht als „koscher“ zu bezeichnen und ich fände es angebracht, wenn sie diese „Koscher-Urkunden“ entzogen bekommen würden. Dann wären sie halt säkulare und nicht-jüdische Restaurants bzw. Gaststätten.
    Israel ist nun mal ein jüdisches Land und solche Maßnahmen dienen eben der Prävention; dh. dass es auch so bleibt. Verboten werden solche Einrichtungen allerdings nicht, sie sind bloß eben nicht „koscher“, s.o
    Wenn du, lieber Blogbesitzer, dieses noch relativ harmlose Verhalten bereits als derart negativ einstufst, dass es einen Blogeintrag wert ist, würde ich dir dringend empfehlen, dich mal über die Nachbarländer von Israel und den aktuellen Zuständen dort bzgl. islamistischem Fundamentalismus in der dortigen Gesellschaft zu informieren.

  2. Kann man das in Parallele setzen zu diesem von Alien in Europe kommentierten Vorfall:
    http://alienineurope.wordpress.com/2009/12/23/spiegel-folgt-den-spuren-von-memri-auf-der-jagd-auf-qaradawi/

    Meine Antwort auf alle solche Konflikte und Erscheinungen, formuliert als rhetorische Frage:
    Wie wär’s mit ein bisschen mehr Respekt, Großzügigkeit, Freude an der Freude anderer?

    Ich verstehe ja die „Kultur-Angst“ in dieser sich immer noch materialistischer werdenden Welt. Wir werden abgelenkt von der Ursache unseres kulturellen Missbehagens. Eine technologische Revolution jagt die andere, der globale kompetitive Markt verbreitet sie, damit verbundenen sind immer mehr Konsumismus, Materialismus, Hedonismus einerseits, Abstieg und Ausschluss der vielen Verlierer andererseits: VOM ÖKONOMISCHEN HER werden überall die kulturellen Grundlagen unserer Gesellschaften untergraben – da sucht man sich dann den Sündenbock auf der kulturellen Ebene, statt sich auf die Ursache einzulassen.

  3. Christian sagt:

    Es wird keineswegs ein Einzelfall sein, dass Regierungen und Interessengruppen im Internet Einfluss zu nehmen versuchen.

    Von der russischen Regierung, der iranischen, bis hin zur Finanzierung wahabitischer, fundamentalistisch-evangelikaler-katholischer-salfististischer Werbung im Internet ist alles zu finden. Das Netz ist alles mögliche, aber sicherlich kein Medium für objekitve und unparteiliche Information.

  4. […] die durch ihre harte Arbeit eine Wüste zu einem blühenden Land gemacht haben, im Mittelpunkt der Kritik. Die ewigen Juden werden es den ewigen Antisemiten eben nie recht machen […]

  5. alien59 sagt:

    Tut mir leid, da muss ich eine Lanze für das Rabbinat brechen. Die Zertifizierung als koscher folgt genauen religionsgesetzlichen Gegebenheiten. Ein Jude, der koscher lebt, will sich darauf verlassen können. Die Hotels etc. müssen sich dann halt entscheiden, wo ihre Prioritäten sind.

  6. Hershel ben Yamin sagt:

    Pfui. Alles Lüge.

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