„White Power“ und „Mohr im Hemd“ bei Unilever

Veröffentlicht: 7. Januar 2010 von fareus in Rassismus
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Die Marke Unilever hat sich 2009 einen rassistischen Namen gemacht.

Der erste Fall spielt in Österreich:

Rassistischer Eis-Nachgeschmack

Cremissimo à la Mohr im Hemd nennt die Firma Eskimo eine neue Eiskreation in Österreich. Eine gedankenlos gestartete Werbeaktion. Denn der kolonialistische Begriff Mohr gilt heute zweifeslohne als rassistisch. Der Ausdruck im Hemd bezieht sich auf die vermeintliche Nacktheit von Afrikanern. Ein Kommentar von Tarafa Baghajati aus Wien.

„Neger ist nicht bös` gemeint“ hat schon Ewald Stadler im Jahre 2000 verlautbart, Susanne Winter von der FPÖ sagte 2007, einige Monate bevor sie durch ihre islamfeindlichen Entgleisungen berühmt wurde: „Ich werde mich nicht der political correctness unterwerfen. Ich schließe aus, dass das Wort Neger für mich beleidigend ist.“

Beide Aussagen sind damals bei Politik, Medien aber auch bei religiösen Institutionen unkommentiert durchkommen. Dies zeigte, wie in unserer Gesellschaft ein Gewöhnungseffekt vorhanden ist, was diskriminierende Ausdrücke betrifft.

weiterlesen bei MUT

http://de.wikipedia.org/wiki/Mohr_im_Hemd

Der zweite Fall in der Türkei:

PRODUKTWERBUNG

Neuer Rassismus-Vorwurf an Unilever

Unilever Türkei wirbt für Zahnpasta mit Slogan „White Power“
„White Power“ als Werbeslogan? Für die einen ist es eine prägnante Formel, für andere die Verbreitung rassistischer Propaganda.

Glückliche Familie

Dass es der Unilever-Konzern ist, der mit dem Slogan – geschmückt mit dem Sujet einer weißen, glücklichen Familie – in der Türkei für seine Zahnpasta „Signal“ wirbt, ist Wasser auf Simon Inous Mühlen. Der Obmann des Vereins m-media hatte Unilever Österreich zuletzt herb wegen seiner „I will mohr“-Kampagne für eine Eissorte kritisiert (derStandard.at berichtete).

„Nicht so naiv“

„Wir sollten nicht so naiv sein, zu glauben, dass White Power ein loser Begriff ist. Mit diesem Begriff arbeiten mehrere rechtsextremistische Organisationen seit mehr als 50 Jahren“, so Inou. „Global agierende Firmen wie Unilever sollten lernen, im Bereich Diversity Marketing vorsichtiger zu sein.“

Mit Rassismus habe das nichts zu tun, entgegnet Unilever Türkei: „Es gibt schließlich keine Ethnie mit einer anderen Zahnfarbe als weiß.“

QUELLE

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