Innerpolitische Krise in Bulgarien nach Interview

Veröffentlicht: 8. Januar 2010 von fareus in Türkei
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Die angedrohte Milliarden-Klage des bulgarischen Staatsministers Dimitrow gegen die Türkei wird zum innerpolitischem Bumerang.

Nach dem Staatsminister Boschidar Dimitrow in einem Interview der Türkei mit einem EU-Vetorecht gedroht hatte, wenn sie nicht 10 Milliarden US-Dollar Schadensersatz zahlt, dementierte Ministerpräsident Bojko Borissow solche Forderungen gegenüber der Türkei. Dimitrow soll im Alleingang gehandelt und damit einen enormen Vertrauensschaden verursacht haben. Dimitrow hatte in einem Interview gegenüber dem privaten TV-Sender BTV die Türkei aufgefordert, die Ansprüche der ab 1912 aus Ostthrakien vertriebenen Bulgaren auszuzahlen und den Beitrittskriterien Folge zu leisten. Andernfalls werde Bulgarien das Vetorecht in Anspruch nehmen und den EU-Beitritt der Türkei blockieren.

Der türkische Aussenminister Ahmet Davutoğlu ging nach seinem Treffen am Dienstag auf die Fragen der Journalisten ein, in der auch die Äusserungen vom bulgarischen Staatsminister angesprochen wurden. Ahmet Davutoğlu erklärte, die Forderungen Bulgariens müssten rationell und freundschaftlich angegangen werden. Bisher hätte die Türkei jedenfalls kein offizielles Statement erhalten.

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Kommentare
  1. alien59 sagt:

    Das könnte sich als übler Bummerang erweisen – nicht nur innenpolitisch. Die aus Bulgarien geflohenen Muslime meist türkischer Abstammung, ich kenne einige von ihnen aus Istanbul, die misshandelte muslimische Minderheit in Bulgarien, könnten dies zum Anlass nehmen, an die Öffentlichkeit zu gehen. Und das würde das Ansehen Bulgariens nicht wenig beschädigen, wenn da manche Wahrheiten ans Licht kämen….

  2. Ritterbruder sagt:

    Bulgarien ist ja bereits ein EU-Staat – da können die sich jetzt jede erdenkliche freche Forderung und Dreistheit gegen einen Beitrittskandidaten, zumal sie „Türkei“ heisst, erlauben.

    Sie haben es halt schnell gelernt, das kleine, korrupte und schmutzige ehemalige Ostblockstaat, wie das Erpressen anderer Länder unter der schützenden Hand der EU funktioniert. Siehe auch die kleine Brüllmaus Südzypern.

    Ich wette zudem, daß bevor die Türkei EU-Mitgleid wird, eher Armenien beitretten wird – damit auch sie in den Genuss kommt, die Türkei mit einem Forderungsmärchenkatalog erpressen zu können.

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