„Betriebsratsverseucht“ ist Unwort des Jahres

Veröffentlicht: 20. Januar 2010 von fareus in News
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„Betriebsratsverseucht“ ist das Unwort des Jahres 2009: Die Wahrnehmung von Arbeitnehmerinteressen als „Seuche“ zu bezeichnen, sei „zumindest ein sprachlicher Tiefpunkt im Umgang mit Lohnabhängigen“, erklärte die Jury in Frankfurt am Main. Die Sprachexperten kritisierten zudem die Formulierung „Flüchtlingsbekämpfung“ und den Begriff „intelligente Wirksysteme“ für hochentwickelte Munitionsarten.

In der ARD-Sendung „Monitor“ habe ein Mitarbeiter einer Baumarktkette berichtet, dass die Bezeichnung „betriebsratsverseucht“ von Abteilungsleitern verwendet werde, wenn ein Mitarbeiter aus einer Filiale mit Betriebsrat in einer Filiale ohne Betriebsrat wechseln wolle, erklärte die Jury um den Sprachwissenschaftler Horst Dieter Schlosser. In der neuen Filiale könnte ihm vorgehalten werden, dass sein bisheriges Vertrauen in eine Arbeitnehmervertretung die Einstellung gefährde.

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Kommentare
  1. Antifaschist sagt:

    Jaja, die bösen Betriebsräte. Immer decken die dann so anständige Sachen wie Mitarbeiterüberwachung, Lohndumping, Mißhandlung, Zwang, etc. auf. Das geht doch nicht!

    Meine Meinung: Jeder Firma einen Betriebsrat!

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