“Zionisten sind Rassisten”

Veröffentlicht: 31. Januar 2010 von fareus in Israel
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…behaupten pikanterweise manche Juden, und zwar die ultraorthodoxen, die in dem Jerusalemer Stadtteil Mea Shearim (Bild 1) wohnen. Sie sind gegen den Staat Israel, weil der nur vom Messias gegründet werden darf, nicht von gewöhnlichen Sterblichen. Die Ultraorthodoxen aus Mea Shearim haben auch etwas gegen die archäologischen Ausgrabungen, die israelische Behörden seit der Staatsgründung intensiviert haben, um vermutete israelitische Siedlungsstellen, gerne dreitausend Jahre alt, zutage zu fördern und so eine gewisse historische Begründung ihres Staates herzuleiten. Die Tora lügt nicht, sagen die Ultraorthodoxen, da braucht man nicht buddeln, um irgendwas zu finden, was sowieso da ist.

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Kommentare
  1. NDM sagt:

    Ich verstehe bis heute nicht, was am Judentum oder am Zionismus Rassistisch sein soll.

  2. bogo70 sagt:

    Wieso nicht? So weit ich es verstehe, ist der Zionismus ein übersteigerter Nationalismus, der sich aufgrund des Rassismus gegen Juden entwickelt hat. Soweit verständlich, dann aber kommt das Selbstverständnis dazu, dass die Juden als auserwähltes Volk einen ureigenen Anspruch auf das Ursprungsland des Judentum haben und das nach 3000 Jahren. Damit fällt das Recht der Palästinenser auf das Areal unter den Tisch, dementsprechend haben viele Juden scheinbar kein Problem damit, sich immer mehr Land unter den Nagel zu reissen. Das am Judentum etwas rassistisch ist, glaube ich hingegen nicht, kommt halt auf die Auslegung des Glaubens an, wie in allen Religionen gibt es solche und solche. Der Zionismus hingegen aggiert ohne Rücksicht auf Verluste und verfolgt dieses eine Ziel, Israel auf seinem ursprünglichen Areal. Für die Palästinenser ist da kein Raum, die sich noch in Israel bewegen, können das wahrscheinlich auch nur auf Druck der Weltöffentlichkeit. Neulich habe ich da eine Reportage gesehen, werde ich mal suchen. Da hat man ziemlich glaubwürdig die Praktiken der israelischen Regierung beschrieben, wie man lästige Familienbesuche von Palästinensern verhindert. Die Menschen sollen zermürbt werden und das Land freiwillig verlassen, ohne familäre Bande dürfte es früher oder später auch geschehen, die Palästinenser werden gehen, wenn ihnen denn noch ein Plätzchen bleibt.

    • NDM sagt:

      Es gibt nicht „den“ Zionismus. Es gibt den Säkularen, und den fundamental-religiösen. Beide sind nicht rassistisch. Was nicht heißt, dass es keine Rassisten gibt.

      • bogo70 sagt:

        Dann musst du mir erst mal den Zionismus erklären, ich habe ja geschrieben, wie „ich“ ihn verstehe. Was verstehst du unter Zionismus? Was sind die Bestrebungen des Zionismus und wie will man diese Bestrebungen in Israel durchsetzen ohne rassistisch vorzugehen, ob nun religiös oder säkular?

  3. bogo70 sagt:

    Nicht das was ich gesucht habe, aber passt definitiv zum Thema.

  4. genova68 sagt:

    Das ist ein schwieriges Thema, ich würde mich hüten, da klar Position zu beziehen. Ich habe in dem Artikel nur eine Art Momentaufnahme versucht, das ist ja das einzige, was nach einem Besuch dort angemessen ist und in einem Blog verwurstet werden kann.

    Die israelische Landnahme kann empören, das Schicksal der Juden seit 2000 Jahren aber ist eben so einzigartig, dass sich alle nichtpassenden Vergleiche verbieten.

    bogo 70 beschreibt das Thema angemessen, finde ich.

  5. Wasslossmann! sagt:

    „Ich verstehe bis heute nicht, was am Judentum oder am Zionismus Rassistisch sein soll.“
    Also Zionismus und Judentum sind ja zwei ganz verschiedene Dinge.

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