Unter Hasspredigern

Veröffentlicht: 5. Februar 2010 von fareus in Hassprediger
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STREIT UM ISLAM

In Deutschlands Zeitungen tobt eine Debatte über „Islamkritiker“ wie Henryk M. Broder. Dabei stellen sich zwei Fragen: Wer hat die Deutungshoheit? Und wer hat wirklich Ahnung?

Ist Henryk M. Broder ein Hassprediger? Das Schweizer Plebiszit für ein Minarettverbot hat mit einer gewissen Verzögerung auch in Deutschland eine Debatte in Gang gebracht. Sie dreht sich um antimuslimische Ressentiments und prominente Islamgegner wie Henryk M. Broder und Necla Kelek. Darüber streiten sich die Feuilletons der Republik derzeit in ungewöhnlich scharfem Ton, wobei die Fronten quer durch so manches Verlagshaus und so manche Zeitungsredaktion gehen.

Den Auftakt machte in der Zeit Thomas Assheuer, der Henryk M. Broder und Ayaan Hirsi Ali einen „Aufklärungsfundamentalismus“ vorwarf, weil sie das Schweizer Minarettverbot begrüßten. Ihm folgte Claudius Seidl in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, der die von Broder, Hirsi Ali und Kelek betriebene Gleichsetzung von Islam und Islamismus als Demagogie kenntlich machte.

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Kommentare
  1. Ritterbruder sagt:

    Geert Wilders hetzt offen. Massenmedien wie der Focus machen das subtil bzw. sie stellen sich als vermeintliches Sprachrohr für eine von ihnen selbst geschaffene Mehrheit hin.

    Das beweist das „Nachrichtenmagazin“ Focus in seinem Kommentarbereich zu diesem Jungen, der von einer Zahnärztin wegen seines Namen (Cihad) nicht behandelt wurde.

    http://www.focus.de/politik/deutschland/diskriminierung-aerztin-weist-jungen-wegen-vornamen-ab_aid_477455.html

    Die überwiegende Zahl der Kommentare loben die Ärztin. Auch ihre, eigene unbewiesene Behauptung, der Vater des Jungen hätte sie später bedroht und beleidigt, wird von einigen Kommentarschreibern als feste Tatsache und Beleg übernommen. Daß der Vater des Jungen dies bestreitet, geht natürlich unter – nur die Ärztin kann Recht haben, so der Eindruck.

    Warum nun die Mehrheit der Beiträge überwiegen, die die Ärztin loben, kann nur
    daran liegen, daß es von den Gegenlesern und Administratoren des Kommentarbereiches des Focus so gewollt ist.

    Anders kann ich es mir nicht erklären, warum mein Beitrag, daß die Ärztin zwar behandeln könne, wenn sie wolle, aber mit ihrem Hinweis auf den Namen des Jungen wahrscheinlich gegen den AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) der Punkte „Religion und Herkunft“ verstossen habe.
    Auch ein Arbeitgeber könne zwar einstellen wen er wolle, dies aber nicht an personenbezogenen Kriterien, die rein gar nichts mit der ausgeschrieben Stelle haben, festmachen – ergo er würde verstossen gegen den AGG.
    Desweiteren habe ich geschrieben, daß die Eltern auf jeden Fall einen Anwalt einschalten und Klagen sollten.

    Das war, soweit im groben und ungefähren (sind schon einige Stunden her), alles.
    Dem Gegenleser beim Focus hat es aber nicht gefallen. Vielleicht hätte ich doch subtil gegen den Jungen hetzen oder zumindest volles Verständnis für das Verhalten der Ärztin zeigen müssen.
    So wie der Focus nun vorgeht, so macht man Mehrheiten – den soviele Fliegen auf einem Haufen Scheisse könne ja nicht irren.

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