Israels Rendezvous mit der Geschichte

Veröffentlicht: 9. Februar 2010 von fareus in Israel
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Der israelische Historiker Tom Segev geht hart mit den Verbrechen ins Gericht, die die Palästinenser nach der Gründung Israels zu erleiden hatten. Und blickt dennoch nicht ganz pessimistisch in die Zukunft seines Landes

Es war an jenem 14. Mai 1948 die vierte Sitzung, zu der sich der jüdische Nationalrat in Tel Aviv zusam menfand. Auf jeder der bisherigen Versammlungen des Rates, der sich bereits am 12. April gemeinsam mit einer vorläufigen israelischen Regierung konstituiert hatte, wurden notgedrungen große Fragen verhandelt. Doch an diesem 14. Mai geschah etwas Besonderes: Am späten Nachmittag verkündete der charismatische Führer der provisorischen Staatsregierung, David Ben Gurion, die Gründung und Unabhängigkeit des Staates Israel. «Das Land», notierte er in seinem Tagebuch, «war vor Freude überwältigt. Aber wie am 29. November enthielt ich mich der Freude. Der Staat war gegründet. Unser Schicksal liegt nun in den Händen der Verteidigungskräfte.»

Dort lag es indessen auch schon zuvor. Seit dem 29. November 1947, da die Vereinten Nationen die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat beschlossen hatten, tobte ein unerklärter und opferreicher Kleinkrieg zwischen arabischen und jüdischen Milizen. Von der jüdischen Führung und Bevölkerung war der Teilungsplan nach anfänglichem Zögern begeistert begrüßt worden. Die britische Mandatsmacht hingegen, selbst Täter und Opfer zugleich und seit dem Zerfall des Osmanischen Reiches in alter kolonialer Tradition zur Herrschaft über Palästina bestellt, zeigte sich angesichts der eskalierenden Gewalt völlig überfordert.

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Vor der Gründung des Staates Israel gab es Bestrebungen Nazi-Deutschlands unter dem Namen Madagaskarplan 4 Millionen europäische Juden auf die vor der Ostküste Afrikas gelegene Insel Madagaskar auszusiedeln.

Quelle

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Kommentare
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