Anzeige gegen Westerwelle

Veröffentlicht: 19. Februar 2010 von fareus in Die Verlierer unserer Gesellschaft
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Hartz IV: “Ich tue alles, um wieder zu arbeiten“

Ärger für Guido Westerwelle: Ein Hartz-IV-Empfänger aus Niedersachsen fühlt sich diskriminiert und beleidigt – und zeigt den FDP-Chef an. Im Gespräch mit sueddeutsche.de erklärt Gunther Clemens, warum er kein Schmarotzer ist und was ihn an der aktuellen Diskussion stört.

FDP-Chef Guido Westerwelle steht wegen seinen Äußerungen zu Hartz IV weiterhin in der Kritik. Weil er sich durch die Aussagen des Außenministers in seiner Menschenwürde verletzt fühlt, hat Hartz-IV-Empfänger Gunther Clemens aus Niedersachsen jetzt Anzeige erstattet. Ein Gespräch über die Gründe.

sueddeutsche.de: FDP-Chef Guido Westerwelle spricht seit Tagen von nichts anderem als Hartz IV. Sie haben ihn jetzt wegen Beleidigung und Diskriminierung angezeigt. Womit hat er Sie beleidigt?

Gunther Clemens: Westerwelle behauptet, dass sich Hartz-IV-Empfänger faul auf dem Sozialteppich ausruhen. Ich empfinde es als eine persönliche Beleidigung, als Schmarotzer bezeichnet zu werden. Die Debatte in den Medien habe ich wütend verfolgt und mich an den Rand der Gesellschaft gedrängt gefühlt.

Ich würde sogar sagen: Ich habe mich in meiner Menschenwürde verletzt gefühlt. Nachdem Westerwelle dann öffentlich bei seinen Aussagen blieb und keine Einsicht zeigte, war das Fass für mich übergelaufen. Am Samstag habe ich bei der Polizeidirektion Niedersachsen Anzeige erstattet.

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Kommentare
  1. Benjamin sagt:

    Naja, die Sache wird wahrscheinlich im Nirvana landen, aber trotzdem hat der Mann vollkommen Recht.

  2. Ritterbruder sagt:

    Die Polizei ist verpflichtet der Anzeige nachzugehen, aber am Ende wird die ermittelnde Staatsanwaltschaft todsicher die „Ermittlungen“ einstellen, wenn die Akte genug Zeit in der Ecke gelegen hat.

    Da sind ja schon ganz andere rechtsradikale Lichtgestalten mit ihrer Gehetze davongekommen: Ein Mistfelder. Der dicklippige MP aus Hessen. Zuletzt ein gewisser Vorstand der Bundesbank und sein Bruder im Ungeiste, ein Berliner Bezirksbürgermeister. Welcher Politiker, wenn er nicht gerade von der NPD ist, wurde schon jemals wegen Volksverhetzung angeklagt oder gar verurteilt?

  3. peer trachot sagt:

    Zu Herrn W.
    Es mag vielleicht einige Hartz 4 Empfänger geben die den Staat um einige Millionen
    betrügen .was nicht richtig ist und geahndet gehört.Herr W.und mit seiner Klientel-
    politik habe erst dem Staat wieder zig Milliarden gekostet,durch die Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtungen.Man spende mal eben ein paar hundert
    Millionen schon bekommt man die richtigen Gesetze geliefert.Von Korruption kann natürlich keine Rede sein,nein wir sind nicht bei Siemens,-hier hat wenenigstens der Steuerzahler keinen Schaden gehabt-, wo der der Staatsanwalt an die Tür klopft.
    Erst letztes Jahr wurde die Klientel von Herrn W. 500 Mrd. hinterher geworfen
    zur Rettung von angeblich systhem relivanten Banken.
    Nach meiner Meinung hätte längst der Bundespräsident Herr. W. wegen Bestechlichkeit und Volksverhetzung aus seinem Amt entlassen und den Staatsanwalt
    übergeben müssen.

    Huura Bananen Republik Deutschland

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