Deutsche sein und Türkin bleiben

Veröffentlicht: 23. Februar 2010 von fareus in Migranten in Deutschland
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WEGWEISENDES URTEIL

Ein Gericht gibt einer 14-Jährigen recht, die Deutsche werden will und Türkin bleiben muss. Die Einbürgerung führe nicht zum Verlust der türkischen Staatsangehörigkeit.

Der grüne Migrationspolitiker Mehmet Kilic hält das Urteil für „wegweisend“: Das Stuttgarter Verwaltungsgericht hat das Land Baden-Württemberg verpflichtet, eine 14-jährige Türkin einzubürgern und dabei ihre Mehrstaatlichkeit in Kauf zu nehmen. Denn der türkische Staat, so das Verwaltungsgericht, mache ihre Entlassung aus der Staatsangehörigkeit von unzumutbaren Bedingungen abhängig. Soweit bekannt, ist es der erste Fall dieser Art und könnte, so Gerichtssprecherin Ulrike Zeitler, „zur Richtschnur für andere Fälle“ werden.
Im vorliegenden Fall geht es um eine 1995 in Deutschland geborene Türkin, deren Eltern ebenfalls türkische Staatsbürger sind. Ihr Einbürgerungsantrag wurde im August 2008 abgelehnt. Eine Einbürgerung könne nur erfolgen, wenn sie die türkische Staatsbürgerschaft abgebe, so die Begründung des zuständigen Landratsamts.

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