“Zu Ausländern wird man gemacht”

Veröffentlicht: 16. März 2010 von fareus in Migranten in Deutschland
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SELBSTETHNISIERUNG

Pädagogische Prävention jugendlicher Selbstethnisierung – Für jugendliche Migranten spielt der Bezug auf die nationale und kulturelle Herkunft der Eltern eine große Rolle. Der Sozialwissenschaftler Kemal Bozay fordert daher, die kulturelle Identität von Jugendlichen mit Migrationshintergrund anzuerkennen, um ihrer Selbstethnisierung zu begegnen.

Oft klagen Pädagogen darüber, dass sich Jugendliche nicht als „Deutsche“, sondern eher als „Türken“, „Araber“ oder „Muslime“ bezeichnen. Dabei ist es nicht zuletzt die deutsche Mehrheitsgesellschaft selbst, die versucht, sich ihrer eigenen Identität zu vergewissern, indem man sich von der Tradition und Religion von Migranten abgrenzt. Diese Selbstvergewisserung der Mehrheit begünstigt unter vielen Migranten eine Tendenz zur Selbstethnisierung, das heißt zur Abgrenzung von der deutschen und zur Identifikation mit der jeweiligen Herkunftsgesellschaft. Das gilt selbst für Jugendliche, die in Deutschland geboren sind. Für sie sind es auch alltägliche Begegnungen mit Diskriminierungen, die (Rück-)Besinnungen auf tatsächlich oder vermeintlich geteilte Werte und Normen der Herkunftsgesellschaft befördern. Gerade Jugendliche erfahren über die Selbstethnisierung als „Türke“, „Albaner“ oder „Araber“ ein Wir-Gefühl. Als „Albaner“ ist man jedenfalls wer.

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