Tarifflucht im Westen gestoppt

Veröffentlicht: 28. März 2010 von fareus in Arbeitsrecht
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Beschäftigung

In Deutschland haben Tarifverträge seit den 1990er Jahren stark an Bedeutung verloren: Immer weniger Beschäftigte werden nach Tarif bezahlt, immer mehr erhalten Niedriglöhne. Jetzt haben Forscher neue Daten vorgelegt. Demnach wurde in Westdeutschland der Tarifschwund gestoppt – und das ausgerechnet im Krisenjahr 2009. Die Bundesrepublik ist allerdings immer noch weit entfernt von dem Niveau in anderen Euroländern.

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Weniger Mitbestimmung

Für die Umsetzung und Überwachung von Tarifverträgen sind hierzulande Betriebsräte zuständig. Ihre Aufgaben sind gewachsen, denn inzwischen gibt es viele Öffnungsklauseln, dank derer einzelne Firmen von Tarifstandards abweichen können. Allerdings gibt immer weniger Privatfirmen mit einem Betriebsrat. 45 Prozent der West-Beschäftigten arbeiten in einem Unternehmen mit Betriebsrat, 1993 waren es noch 51 Prozent. Im Osten beträgt der Anteil nur noch 38 Prozent.

Selbst Manager müssten eigentlich über den Rückgang der Mitbestimmung eher besorgt als erfreut sein: Untersuchungen zeigen, dass die Existenz eines Betriebsrats sich neutral bis positiv auf den wirtschaftlichen Erfolg der Firma auswirkt, berichtet Ellguth. Eindeutig größer seien dort die Investitionen ins Personal, etwa in Form von Weiterbildung.

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