Milizenmassaker in Nordostkongo

Veröffentlicht: 29. März 2010 von fareus in Afrika
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Ugandische Rebellen brachten mindestens 321 Zivilisten um

Ugandische Rebellen haben nach Angaben von Human Rights Watch im Dezember in Nordostkongo ein Massaker mit über 300 Toten verübt.
Washington/Kampala (dpa/ND). Die Menschenrechtsorganisation teilte in Washington mit, dass die »Widerstandsarmee des Herrn« (LRA) mindestens 321 Zivilisten getötet und weitere 250 entführt habe. Unter den Entführten seien auch 80 Kinder gewesen. In einer ersten Dokumentation über die bisher nicht bekannten Vorgänge heißt es, die LRA habe vier Tage in der nordöstlichen Makombo-Region gewütet.

»Das Massaker von Makombo ist eines der schlimmsten in der 23- jährigen blutigen Geschichte der LRA«, sagte die Afrikaexpertin von Human Rights Watch (HRW), Anneke Van Woudenberg. Die LRA hat fast 20 Jahre lang einen blutigen Bürgerkrieg im Norden Ugandas geführt, wo ihr Kommandeur Joseph Kony einen christlich-fundamentalistischen Gottesstaat errichten wollte.

Im Jahr 2006 verschanzten sich die Rebellen in Nordostkongo in einem entlegenen Waldgebiet. Von dort aus überfallen sie seitdem Dörfer in Kongo, Südsudan und der Zentralafrikanischen Republik. Die LRA ist berüchtigt für den Einsatz von Kindersoldaten. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag fahndet mit internationalem Haftbefehl nach Kony und seinen führenden Offizieren.

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