„Finanzkrise führt in Demokratiekrise“

Veröffentlicht: 14. Mai 2010 von fareus in EU
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INTERVIEW MIT HANS-ULLRICH WEHLER

Hans-Ullrich Wehler ist einer der renommiertesten Historiker in Deutschland. Im Interview mit Michael Hesse spricht er über die Auswirkungen der Finanzkrise und die Unfähigkeit der Europäischen Union, die Banken zu kontrollieren.

Herr Wehler, gefährdet die Griechenland-Krise die politische Einheit der Europäischen Union?

HANS-ULRICH WEHLER: Ja, das tut sie. Mit einer verblüffenden Einmütigkeit haben die europäischen Politiker rechtlich bindende Verträge in Frage gestellt. Der Lissabon-Vertrag, der den Euro zum Gegenstand hat, soll auf einmal nicht mehr gelten. Die Europäische Zentralbank hat ihre Unabhängigkeit verloren und soll plötzlich „Schrottpapiere“, also Staatsanleihen von hochverschuldeten Mitgliedstaaten aufkaufen. Ein bisher schlechterdings unmögliche Vorstellung. Das ist eine außergewöhnliche Krisensituation für die Union. Es gibt allen Grund, besorgt zu sein, dass nach diesen Entscheidungen Europa und die EU etwas anderes sein werden als bisher.

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