Keine Palästinensergebiete auf Google Maps

Veröffentlicht: 27. Juli 2011 von fareus in Palästina
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Millionen von Internet-Usern, die sich über Google Maps ein Bild vom Westjordanland machen wollen, dürften staunen. Denn dieses gibt es dort nicht. Ramallah, eine Stadt in Israel? Das wird auch die meisten Israelis überraschen.

Tippt man Ramallah in das Eingabefeld von Google Maps, so erscheint „Ramallah, Israel“ am Bildschirm. Etwas kurioser wird es, wenn man das Westjordanland sucht. Dann gelangt man nämlich zu der Ortsangabe „Westjordanland, Jerusalem, Israel“ und könnte daraus schließen, dass das rund 5.600 km² große Gebiet ein Stadtteil Jerusalems ist. Nur Gaza wird als Teil der „Palestinian Territories“ angegeben. Sucht man aber nach „Gazastreifen“, wird man zum Eintrag „Gazastreifen, Schimal Sina‘, Israel“ verwiesen. Wobei Schimal Sina‘ eigentlich den ägyptischen Nordsinai bezeichnet. Abgesehen von diesen politisch brisanten Zuordnungen ist noch etwas auffällig: Fast alle der Straßen im Westjordanland, die in der Welt von Google Maps auch Namen haben, sind jene in jüdischen Siedlungen. So kann man sich die Siedlung Beitar Ilit, wo demnächst 294 neue Wohnungen gebaut werden, inklusive aller Namen von Parks, Schulen und Institutionen ansehen, während palästinensische Orte wie Geisterstädte aussehen.

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