Archiv für die Kategorie ‘Holocaust’

Broderline

Veröffentlicht: 7. Mai 2010 von fareus in Holocaust
Schlagwörter:,

[…]

Nun wird in der Bundesrepublik allerorten an den Holocaust erinnert. Die Ermordeten werden geehrt, und was die “Rückgabe” der Namen angeht, so hört sich das an, als würde der Versuch der Wiederbelebung durch künstliche Beatmung unternommen werden. Das einzige wirkliche “Verdienst”, das man dem Denkmal zuschreiben kann, ist: Es zentralisiert das Gedenken und zieht einen tonnenschweren Schlussstrich unter die Erinnerung. Es dient der kollektiven Entlastung, nicht der individuellen Gewissensprüfung.

[…]

Dass nur tote Juden eine geschützte Spezies sind.

Henryk M. Broder

The Forgotten People by Ted Pearce

Veröffentlicht: 2. Mai 2010 von fareus in Holocaust
Schlagwörter:, , ,

Holocaust – Liste der meistgesuchten Nazi-Verbrecher veröffentlicht

Veröffentlicht: 12. April 2010 von fareus in Holocaust
Schlagwörter:,

Das Simon-Wiesenthal-Zentrum hat am Montag anlässlich des Gedenktages an die sechs Millionen Opfer des Holocausts eine Liste mit den zehn meistgesuchten Nazi-Verbrechern bekanntgegeben.

Das Simon-Wiesenthal-Zentrum in Jerusalem hat am Montag eine neue Liste der zehn meistgesuchten Nazi-Kriegsverbrecher veröffentlicht:

[…]

weiterlesen


Jüdischer Gedenktag für Holocaust-Opfer

Israel gedenkt der sechs Millionen ermordeten Juden während des Holocaust.

Mit Sirenen und zwei Schweigeminuten im ganzen Land. Gestern bereits hatte die Gedenkfeier in der Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem stattgefunden, bei der Israels Präsident Shimon Peres einen Kranz niederlegte.

Auch im Vernichtungslager Auschwitz wurde des Massenmordes an den Juden durch die deutschen Nationalsozialisten gedacht. Tausende Juden aus aller Welt versammelten sich hier. Der sogenannte “Marsch der Lebenden” zog durch das einstige Lager, in dessen Gaskammern allein mehr als eine Million Juden getötet wurden. In Israel leben heute noch über 200 000 Holocaust-Überlebende.

QUELLE

Juden reagieren empört

Veröffentlicht: 4. April 2010 von fareus in Holocaust
Schlagwörter:, , ,

Unpassender Vergleich mit Antisemitismus

Ein hoher Geistlicher des Vatikans vergleicht in Anwesenheit des Papstes die Kritik an der katholischen Kirche wegen der Missbrauchsfälle mit dem Antisemitismus. Vertreter des Judentums reagieren empört auf die Äußerungen Cantalamessas, dessen Titel “Prediger des päpstlichen Hauses” lautet.

Der persönliche Prediger von Papst Benedikt XVI. hat die im Zusammenhang mit der Missbrauchsaffäre gegen die katholische Kirche und ihr Oberhaupt erhobenen Vorwürfe mit dem Antisemitismus verglichen.

Die Juden seien in der Geschichte Opfer kollektiver Gewalt geworden, und die Anschuldigungen gegen die Kirche und den Papst erinnerten an die “schändlichsten Aspekte des Antisemitismus”, sagte Pater Raniero Cantalamessa bei einem Karfreitagsgottesdienst im Vatikan in Anwesenheit Benedikts. Ein jüdischer Freund habe ihm geschrieben, dass er die “gewaltsamen und konzentrierten Angriffe” auf die Religionsgemeinschaft und ihr Oberhaupt mit Abscheu verfolge.

Er beziehe sich nicht weiter auf die Missbrauchsfälle, durch die sich “nicht wenige Mitglieder des Klerus befleckt haben”, denn darüber werde andernorts genug geredet, sagte Cantalamessa.

weiterlesen

Sie überlebte die Hölle

Veröffentlicht: 19. Februar 2010 von fareus in Holocaust
Schlagwörter:,

Esther Bejerano und das Mädchenorchester von Auschwitz

Esther Bejerano ist jetzt 85 Jahre alt – und sie wird nicht müde, Musik zu machen und davon zu erzählen, dass sie Auschwitz überlebt hat. Im vergangenen Jahr beschritt sie musikalisches Neuland: Mit der Kölner Saxophon Mafia zusammen trat sie auf die Bühne, gemeinsam kreierten sie einen neuen Musikstil. 1924 in Saarlouis als Tochter eines Kantors geboren, wurde sie 1943 mit weiteren 1000 Juden in Viehwaggons zum Abtransport nach Auschwitz gesteckt. Im Lager schleppte sie Steine, meldete sich für das Mädchenorchester, spielte dort Akkordeon – und überlebte. Bei einem Todesmarsch 1945 konnte sie fliehen. Ab den 80er Jahren, als sie aus Israel nach Deutschland zurückgekehrt war, trat sie mit der Band „Coincidence“ auf, die jiddische und antifaschistische Lieder spielt.


QUELLE

[via Dokumentationsarchiv]

Der Holocaust, der Iran und das Böse

Veröffentlicht: 30. Januar 2010 von Ritterbruder in Holocaust
Schlagwörter:, , ,

Von Gideon Levy

Am Holocaust-Gedenktag gingen sämtliche Großkopferten Israels bei Tagesanbruch zum Angriff über. Präsident Schimon Peres in Deutschland, Ministerpräsident Benjamin Netanjahu samt großer Gefolgschaft in Polen, der Außenminister in Ungarn, sein Stellvertreter in der Slowakei, der Kultusminister in Frankreich, der Informationsminister vor der UN-Versammlung. Sie alle stürmten an die PR-Front, um Reden über den Holocaust zu schwingen.

Der Zeitpunkt für diese ungewöhnlich aufwendige Kampagne ist nicht zufällig: Während der Goldstone-Bericht über den Gaza-Krieg in aller Munde ist, reden wir vom Holocaust, als wollten wir den Eindruck verwischen. Wenn alle Welt nach der Besatzungsmacht Israel fragt, antworten wir mit dem Iran.

Wir haben einen Ministerpräsidenten, der über das Böse in der Welt spricht, aber gleichzeitig einen Zaun errichten lässt, um Kriegsflüchtlinge daran [….]

Der nach lesens dieses Kommentars sich bildende, dichte Schaum vor den Esswerkzeugen eines gewissen und gelegentlichen SPIEGEL-“Publizisten” dürfte  so manchen tollwütigen und bedauernswerten Hund vor Neid erblassen lassen.

Weiter gehts hier (FR-Online):

http://rurl.org/2ax7

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Veröffentlicht: 27. Januar 2010 von fareus in Holocaust
Schlagwörter:,

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ist in der Bundesrepublik Deutschland ein nationaler Gedenktag und wird seit 1996 am 27. Januar begangen.

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert an alle Opfer eines beispiellosen totalitären Regimes während der Zeit des Nationalsozialismus: Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, politisch Andersdenkende sowie Männer und Frauen des Widerstandes, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten, Kriegsgefangene und Deserteure, Greise und Kinder an der Front, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden.

Der Gedenktag wurde am 3. Januar 1996 durch Proklamation des Bundespräsidenten Roman Herzog eingeführt und auf den 27. Januar festgelegt.[2] Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Das KZ Auschwitz (-Birkenau) steht symbolhaft für den Völkermord und die Millionen Opfer des Nazi-Regimes.

In seiner Proklamation führte Herzog aus:

„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“

In der Bundesrepublik werden an diesem Tag öffentliche Gebäude beflaggt und die Flaggen auf Halbmast gesetzt. In vielen Veranstaltungen wie Lesungen, Theateraufführungen oder Gottesdiensten wird bundesweit die Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten wachgehalten.

Quelle