Archiv für die Kategorie ‘Wirtschaft’

Paypal macht Druck auf Online-Shops wegen Kuba-Embargo

Veröffentlicht: 27. Juli 2011 von fareus in Wirtschaft
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Deutsche Online-Shops sollen kubanische Produkte aus dem Sortiment nehmen – Ansonsten werden Konten gesperrt

EBays Online-Bezahldienst PayPal macht Druck auf deutsche Online-Shops, um das US-Embargo gegen Kuba aus dem Jahr 1962 durchzusetzen. So seien mehrere deutsche Unternehmen von Paypal aufgefordert worden, alle kubanischen Produkte aus dem Sortiment zu verbannen.

Forderung

„Entfernen Sie alle kubanischen Zigarren von ihrer Website, die gegen die Paypal-Nutzungsbedingungen verstoßen“, hieß es laut Angaben des Anbieters Rum&Co. Anschließend wurde der Online-Shop für Paypal gesperrt, da sie diverse kubanische Waren anbieten. Paypal bot an, die Konten des Unternehmens wieder zu öffnen, sobald man der Forderung nachkomme. „Das machen wir nicht“, erklärte Rum&Co-Inhaber Thomas Altmann gegenüber Golem: „Wir liefern innerhalb der Europäischen Union. Ich sehe gar nicht ein, dass US-amerikanische Firmen uns einfach etwas diktieren wollen.“

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Krise heißt Gefahr und Gelegenheit

Veröffentlicht: 2. Mai 2010 von fareus in Wirtschaft
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Chinesisch für Anfänger: Krise – Wu Ji
Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus zwei Schriftzeichen zusammen:

das eine bedeutet Gefahr

und das andere Gelegenheit (Chance).

QUELLE

Man könnte also annehmen, dass man die Krise als Chance (Gelegenheit) nehmen könnte um Veränderungen in ein krankes System zu bringen.

Ja, ich rede von unserem Wirtschaftssystem. An der Börse wird mit allen spekuliert was man zu Geld machen kann, Rohstoffe, Lebensmittel, Abgase (CO2-Emissionen), mit der Zukunft von Menschen, ja von ganzen Ländern (Griechenland, Island).

Wer muss die Suppe auslöffeln? Richtig, der kleine Mann, der Steuerzahler, der noch existierende Mittelstand.

Die Bankenkrise hat uns Milliarden gekostet, die nächste Spekulationsblase wird uns wieder Milliarden kosten.

Alle waren empört und riefen nach Regularien, nichts ist geschehen, das Tagesgeschäft läuft weiter.

Nach der Krise ist vor der Krise.

Protest der Stahlarbeiter

Veröffentlicht: 22. April 2010 von fareus in Wirtschaft
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Am Donnerstag, 22. April 2010, demonstrieren Stahlarbeiter im Duisburger Landschaftspark Nord gegen Rohstoffspekulation und Zockermentalität.

In Duisburg protestieren Stahlarbeiter gegen Rohstoffkartelle und Finanzspekulanten.

Die Sorge um steigende Rohstoffpreise treibt die Stahlarbeiter auf die Straße. Am Donnerstag, 22. April, protestieren sie in Duisburg und Brüssel gegen Rohstoffkartelle und Finanzspekulanten. Von der Politik fordern sie Unterstützung für einen fairen Wettbewerb.

QUELLE [mit Fotostrecke]

Fareus war auch da, hier die Fotos:

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Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist aufgrund der schweren Wirtschaftskrise europaweit stark angestiegen. Nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei Creditreform gingen im vergangenen Jahr in Europa 236.000 Firmen pleite, 26 Prozent mehr als 2008. Die meisten Firmenzusammenbrüche gab es demnach in Frankreich mit 55.800 Insolvenzen (plus 12,2 Prozent), Deutschland mit 34.300 Insolvenzen (plus 16,0 Prozent) und Großbritannien mit 20.300 Insolvenzen (plus 24,8 Prozent). Europaweit waren 1,7 Millionen Arbeitnehmer von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffen.

Einen besonders starken Anstieg der Firmeninsolvenzen verzeichneten die mittel- und osteuropäischen Staaten. Die Zahl stieg von 35.400 im Jahr 2008 auf 51.000 im vergangenen Jahr und nahm damit um 44 Prozent zu. In Westeuropa gingen 185.000 Firmen pleite, 22 Prozent mehr als 2008. Den stärksten Anstieg in der Zahl der Insolvenzen verzeichnete dabei Spanien: Hier gingen 4900 Unternehmen pleite, beinahe doppelt so viele wie 2008.

QUELLE

Interview mit Prof. Wilhelm Hankel über die Auswirkungen der Krise und Perspektiven für die Zukunft. Bestes Szenario: Stagnation für die nächsten 5-10 Jahre. Für viele Menschen steht das Schlimmste aber noch bevor. Krisenbewältigung der Politik „grotesk“. Bankenrettung Wahnsinn. Die privatkapitalistische Gesellschaft auf dem Weg in den Staatssozialismuns.

Mit der überraschenden Bitte an seine Gläubiger um Zahlungsaufschub hat der einst boomende Golfstaat Dubai die Börsen weltweit in Mitleidenschaft gezogen. Vor allem islamische Finanzprodukte in Asien fielen im Schnitt um 15 Prozent, der Deutsche Aktienindex in Frankfurt am Main sank bis zum Nachmittag um 2,2 Prozent. Der Handel an der Börse in London wurde für drei Stunden ausgesetzt.

Dubai hatte die internationalen Finanzmärkte am Mittwoch mit seiner Bitte um Zahlungsaufschub geschockt. Betroffen sind die Kreditgeber des Staatsfonds Dubai World und von dessen Immobilientochter Nakheel. Diese bauen die berühmten Palmeninseln vor der Küste von Dubai, die als Symbol des aufstrebenden Emirats gelten.

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Staatsbankrott – Goodbye EURO und US$

Veröffentlicht: 17. November 2009 von fareus in Wirtschaft
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Die Kaufkraft oder sogar die Existenz des EURO und des US$ sind massiv gefährdet. Die US-Notenbank FED und die europäische EZB pumpen seit 2006 astronomische Beträge in den Geldmarkt. Die Geldmenge M3 wuchs jährlich um 12 bis 15% – fliesst dieses Geld in den Handel (und das wird es), droht eine horrende Teuerung vieler Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs. Die Staatsschulden der USA belaufen sich auf 800 Mrd. US$, die Deutschlands auf 1500 Mrd. Euro. Die USA importieren täglich Waren, Rohstoffe und Güter im Wert von 2 Mrd. US$ finanziert durch ausländische Kredite. 30% der US-Kredite werden ins Ausland verkauft; 70% der Waren werden aus Asien importiert. George W. Bush hat mehr Schulden gemacht, als alle 42 Präsidenten vor ihm zusammen.

Die Vorboten einer grossen Krise sind erkennbar: Sinkende Reallöhne bei steigenden Lebenshaltungskosten; eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich – Bildung und Nicht-Bildung – Chancen und Chancenlosigkeit; Steuersysteme welche Superreiche und Unternehmen grozügig begünstigen; Veralterung der westlichen Gesellschaft: mehr Leistungsempfänger als -sender; Zwang zur Aufnahme von Überlebenskrediten; explosive Märkte „dank“ intransparente Finanzprodukte (kaum jemand versteht wohin sein investiertes Geld fliesst); Bankenkrise; Verlagerung vieler Produktionen in Billig-Lohnländer; Aushebelung der natürlichen Preisentwicklung durch Spekulanten; trotz Wachstum keine Schuldensenkung! Wie lange kann und wird ein solches System noch weiterlaufen, in dem ständig mehr ausgegeben wird als eingenommen? Wann wird der Schuldenberg untragbar?

Lassen sich die Probleme des maroden Währungs- und Finanzsytems noch in den Griff bekommen? Kann eine Schuldenrückzahlung ins Endlose hinausgezögert werden? Kann und darf es sein, dass Steuern gesenkt und Defizite durch neue Schulden beglichen werden? Drohen Elend und Verarmung – Renten auf Sozialhilfeniveau? Klare poltische Massnahmen zur Eindämmung sind nicht erkennbar, stattdessen spricht Vater Staat der Wirtschaft und den Banken nach dem Munde. Quo vadis Deutschland? Wie lange können Ignoranz, Realitätsverweigerung, Aussitz-Taktiken und Schönrechnerei noch gut gehen?
Fakt ist: Nicht der Bürger oder die Politik steuern das Weltgeschehen, sondern die „privaten Anteilseigner“ der Zentralbanken aus dem Hintergrund.

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