Mit ‘Antisemitismus’ getaggte Beiträge

Zu viel über den Holocaust gelehrt

Veröffentlicht: 1. September 2010 von fareus in Antisemitismus
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Französische Lehrerin suspendiert

Eine jüdische Geschichtslehrerin ist in Frankreich vom Dienst suspendiert worden, weil sie im Unterricht zu viel Zeit auf den Holocaust verwendet hat. Die Schulaufsichtsbehörde werfe der 58-jährigen Lehrerin aus der ostfranzösischen Stadt Nancy vor, sie habe ihre Schüler einer regelrechten „Gehirnwäsche“ unterzogen und gegen den in Frankreich geltenden Grundsatz der Trennung von Staat und Kirche verstoßen, sagte ihre Anwältin Christine Tadic. Möglicherweise sei der eigentliche Fehler ihrer Mandantin aber, „Jüdin zu sein“.

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Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer (Foto), hat vor Antisemitismus in den Medien gewarnt. Nicht nur rechte, sondern auch linke Blätter seien betroffen, sagte Kramer im Interview mit dem Nachrichtenmagazin FOCUS.

Er nannte die „tageszeitung“ (taz), „Junge Welt“ und „Neues Deutschland“ als Beispiele. Der Antisemitismus zeige sich im linken Medienspektrum in „einer kompromisslosen Parteinahme für die palästinensische Position“, so Kramer. „Israel wird dabei als rassistischer und imperialistischer Kolonialstaat gezeichnet. Das Agieren der israelischen Armee wird unterschwellig in die Nähe zur Wehrmacht gerückt.“ Kramer sieht auch antisemitische Passagen im Berliner „Tagesspiegel“ und in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

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Da hätte ich den Herr Kramer aber für klüger eingeschätzt, das er auch die Begriffe Antisemitismus und Antizionismus in einem Atemzug nennt ist für mich unerklärlich.

Ich brauche ihm diese Begriffe wohl nicht zu erklären, vielleicht ist es auch Absicht und er benutzt den Vorwurf des Antisemitismus um die zionistische Politik des Staates Israel zu rechtfertigen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel warnt vor einer zunehmenden IslamFeindlichkeit. „Wir sollten uns keine Islamophobie aufdrängen lassen“, sagte Merkel der Süddeutschen Zeitung. Gleichzeitig kritisierte die Kanzlerin einen neuen Antisemitismus, gerade bei jungen in Deutschland lebenden Muslimen. „Ein Gefühl von Feindschaft oder gar Hass“ sei aber keine Grundlage für den Frieden, den der Nahe Osten brauche. Wenn sie sich auf konkrete Maßnahmen wie die Siedlungspolitik beziehe, müsse Kritik an Israel aber möglich sein, sagte die Kanzlerin.

Quelle

Was ist los? Kritik an der Siedlungspolitik von Israel? Das geht nun wirklich nicht, vielleicht ist die Kanzlerin so gar eine verkappte Antisemitin.

Herr Broder kriechen sie aus ihrer Koje und vergessen sie ihre Antisemitismus-Keule nicht.

von Sabine Schiffer und Constantin Wagner

Der Vergleich von Antisemitismus und Islamophobie beziehungsweise anti-muslimischem Rassismus sorgt immer wieder für öffentliche Aufregung. Ein vorläufiger Höhepunkt war die Debatte um die im Dezember 2008 vom Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung veranstaltete Konferenz „Feindbild Muslim – Feindbild Jude“. Diese Aufregung ist gut verständlich und hat ihre Berechtigung dort, wo entweder begründbare Zweifel bestehen, dass die Grauen des eliminatorischen Antisemitismus – der Holocaust – relativiert werden sollen (also auf der moralischen Ebene) und zum anderen dort, wo es gute Gründe dafür gibt, von einem analytischen Missverständnis auszugehen, wenn beide Phänomene in einem Atemzug genannt werden.

Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn behauptet wird, dass MuslimInnen heute in der gleichen Position seien wie Jüdinnen und Juden im Nationalsozialismus. Aber es ist unangebracht, Jüdinnen und Juden sowie MuslimInnen als Betroffene rassistischer Diskurse gegeneinander auszuspielen, diesem real ja vorhandenen Phänomen die Existenz abzusprechen oder alle rassistischen Ausdrucksformen unterhalb der totalen Barbarei abzuqualifizieren.

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[via Kruppzeuch]

Tumulte in der Synagoge

Veröffentlicht: 30. April 2010 von fareus in Israel
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Darf man in Deutschland Israel kritisieren? Können Juden Antisemiten sein? Um diese Fragen ging es bei einer Podiumsdiskussion in der jüdischen Gemeinde in Berlin. Und sie begann direkt mit einem Eklat.

Es war schon ungewöhnlich, was sich in der Synagoge in der Oranienburger Straße in Berlin in dieser Woche abspielte: Die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, Lala Süsskind, rief die Polizei zu Hilfe, um junge Israelis aus der Synagoge werfen zu lassen. Wie war es dazu gekommen?

Erinnerungskultur und Antisemitismus

Die Gemeinde hatte drei Journalisten zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Thema war der Umgang deutscher Medien mit Erinnerungskultur, Israelkritik und Antisemitismus. Auf dem Podium saßen Ines Pohl, Chefredakteurin der Berliner Tageszeitung „taz“, Thomas Schmid, Herausgeber der Zeitung „Die Welt“, und Stephan-Andreas Casdorff, Chefredakteur des Berliner „Tagesspiegels“.

Anlass der Diskussion war ein Artikel der israelischen Friedensaktivistin Iris Hefets, den die „taz“ im März veröffentlicht hatte. Darin hatte die in Berlin lebende Autorin Israel vorgeworfen, das Gedenken an den Holocaust in einen Kult zu verwwandeln. In Deutschland benutze man die Erinnerung an die Ermordung der europäischen Juden, um Israel-Kritiker mundtot zu machen. So hätten etwa politische Stiftungen, wie die Grünen-nahe Heinrich-Böll-Stiftung und die der Linken nahestehende Rosa-Luxemburg-Stiftung den israelkritischen amerikanischen Historiker Norman Finkelstein von öffentlichen Veranstaltungen ausgeladen.

Die Autorin selbst war zu der Diskussion in der Synagoge nicht eingeladen worden. Und so konnte sie auch nicht auf die scharfen Angriffe von Lala Süsskind antworten, die Hefets in eine rechtsextreme Ecke rückte und als Antisemitin bezeichnete.

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Broder, der Antisemit?

Veröffentlicht: 3. April 2010 von fareus in Henryk M. Broder
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Juden sind einfach verbaler. Ich weiß, das ist eine rassistische Haltung, aber es stimmt. Sie neigen auch dazu, Situationen kaputtzureden, und auch ich habe immer Menschen beneidet, die sich nonverbal verständigen konnten.

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Jüdisch ist, dass ich auch über dieses Leiden rede. Unser vielleicht größtes Drama ist: Es gibt keine jüdische Dominanz in der Politik, der Finanzwelt, der Wirtschaft – nirgendwo. Es gibt eine jüdische Dominanz in einem einzigen Bereich, in der Unterhaltung. Man findet kaum einen großen Operettenkomponisten, der kein Jude war, oder einen guten Hollywoodkomiker von Woody Allen bis Jerry Seinfeld, der kein Jude ist. Das ganze Filmgeschäft wurde von Juden erfunden. Sie haben eine unglaubliche Vorliebe fürs Erzählen.

[…]

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Nur einer kann so schamlos pauschalisieren. Herr Broder, ich kann sie manchmal nicht von anderen Menschenhassern unterscheiden. Sie hätten sicherlich woanders große Karriere gemacht.

„Juden raus“

Veröffentlicht: 31. März 2010 von fareus in Nazis raus
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Judenhasser gehen gegen Urteil wegen Volksverhetzung vor

Nachdem das Amtsgericht Krefeld den ehemaligen Vorsitzenden des NPD-Kreisverbandes Krefeld, Lars S., und den NRW-Landeschef der Jungen Nationaldemokraten (JN), Oliver Hürten, wegen einer antisemitischen Aussage verurteilt hat, wollen beide gegen das Urteil vorgehen. Beide sollen laut erstinstanzlichem Urteil ein Volksverhetzungsdelikt begangen haben, weil auf einem Transparent bei einer „Mahnwache“ die Aufschrift „Juden raus“ zu lesen war. Sehr viel kleiner gehalten stand der Zusatz: „aus Palästina“. Laut einer JN-Veröffentlichung haben beide Personen „Berufung gegen das Politurteil eingelegt“.

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