Mit ‘Rassismus’ getaggte Beiträge

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Rassismus in Europa auf dem Vormarsch

Veröffentlicht: 7. April 2010 von fareus in Rassismus
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Experten in Sorge: Besonders Muslime werden vermehrt Fremdenfeinlichkeit und Diskriminierung ausgesetzt.

ie jüngsten Umfrageergebnisse in Österreich, wonach jeder Zweite Vorbehalte dem Islam gegenüber hegt, scheinen einem allgemeinen Trend zu folgen. Laut Experten nehmen in ganz Europa nämlich Fälle von Rassismus und Diskriminierung deutlich zu.

So zeigte eine Studie der Grundrechteagentur in Wien im Dezember 2009, „dass diese Phänomene viel weiter verbreitet sind als aus den Statistiken der EU-Mitgliedstaaten hervorgeht“, sagte der Präsident der Europäischen Städte-Koalition gegen Rassismus, Hans Hesselmann. Zu den Betroffenen gehörten unter anderem Asylsuchende, Flüchtlinge, Migranten sowie in zunehmendem Maße Muslime.

Das aus 97 europäischen Städten bestehende Netzwerk setzt sich für eine wirkungsvolle Bekämpfung von Rassismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit ein. Zu den Mitgliedern gehören beispielsweise die Metropolen London, Paris und Madrid.

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Broder, der Antisemit?

Veröffentlicht: 3. April 2010 von fareus in Henryk M. Broder
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[…]

Juden sind einfach verbaler. Ich weiß, das ist eine rassistische Haltung, aber es stimmt. Sie neigen auch dazu, Situationen kaputtzureden, und auch ich habe immer Menschen beneidet, die sich nonverbal verständigen konnten.

[…]

Jüdisch ist, dass ich auch über dieses Leiden rede. Unser vielleicht größtes Drama ist: Es gibt keine jüdische Dominanz in der Politik, der Finanzwelt, der Wirtschaft – nirgendwo. Es gibt eine jüdische Dominanz in einem einzigen Bereich, in der Unterhaltung. Man findet kaum einen großen Operettenkomponisten, der kein Jude war, oder einen guten Hollywoodkomiker von Woody Allen bis Jerry Seinfeld, der kein Jude ist. Das ganze Filmgeschäft wurde von Juden erfunden. Sie haben eine unglaubliche Vorliebe fürs Erzählen.

[…]

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Nur einer kann so schamlos pauschalisieren. Herr Broder, ich kann sie manchmal nicht von anderen Menschenhassern unterscheiden. Sie hätten sicherlich woanders große Karriere gemacht.

Wenn der „Neger“ Karriere macht

Veröffentlicht: 31. März 2010 von fareus in Fakten Fiktionen
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Wenn kewil der Rassist und Menschenhasser seinen Hass freien Lauf lässt:

Lassen sich seine Gesinnungsfreunde nicht lange bitten:

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RASSISMUS UND INTOLERANZ

Veröffentlicht: 3. März 2010 von fareus in Rassismus
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Europarat prangert Österreich zum vierten Mal an

Österreich, Estland, Albanien: Der Europarat rügt den Rassismus auf dem Kontinent. Rassistisch motivierte Straftaten haben besonders in Großbritannien zugenommen.

Der Europarat hat sich besorgt über die rassistischen Tendenzen in einigen europäischen Ländern geäußert. Die rassistisch motivierten Straftaten haben in Großbritannien stark zugenommen. Diese seien seit 2003 von damals 31.000 auf über 38.000 angestiegen, stellte das Komitee gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) des Europarats fest. Die Experten stützen sich dabei auf offizielle Statistiken für den Zeitraum 2003 bis 2008.

Besonders betroffen von Anfeindungen sind dem Bericht zufolge Einwanderer und Asylbewerber, vor allem Muslime und Schwarze, sowie Sinti und Roma. Sie würden in der Presse, vor allem in den Boulevardzeitungen, regelmäßig negativ dargestellt, was Vorurteile noch verstärke. Auch in der politischen Debatte tauchten immer wieder rassistische, fremdenfeindliche oder antisemitische Äußerungen auf.

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„saubere Nachkommen“

Veröffentlicht: 20. Februar 2010 von fareus in PI Menschenhass und Gewalt
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PI/2010/02/nazis-schuld-an-griechischem-staatsbankrott/

[via PB]

Wie man den Rassismus bekämpft

Veröffentlicht: 14. Februar 2010 von fareus in Rassismus
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The White Man’s Burden,
oder: Die Anatomie des deutschen
Neokonservativismus,
und: Wie man den Rassismus bekämpft.

(ein Stück von Rantanplan)

Vorüberlegung

Sekten gibt es viele. Die Weltordnung des 21.Jahrhunderts mit ihren Verwerfungen, widersprüchlichen Identitätsangeboten, fragilen Sozialisations- und Wertemustern verlangt dem bürgerlichen Individuum schon einiges ab: Ständige Neuorientierung, Differenzierungsvermögen, kognitive und emotionale Flexibilität, Behauptungsanstrengungen inmitten des Prozesses der Veränderung.
Eine solche Existenzweise ist auf die Dauer aufreibend und ermüdend, erfordert geistige Beweglichkeit und tendenziell die ständige „Neuerfindung“ der eigenen Person.
Es ist allgemein bekannt, dass eine große Zahl von Menschen den Zumutungen der spezifischen modernen bürgerlichen Lebensweise auf Dauer nicht gewachsen sind und nach Auswegen suchen: Einem Orientierungs- und Ordnungsrahmen, der ihrem persönlichen Leben Struktur und Halt gibt, Sinnangebote vermittelt und die Welt in einen eindeutigen, möglichst eindimensionalen Interpretationsrahmen stellt. Eine Sekte eben.

Ja, Sekten gibt es viele: Esoterische Vereinigungen, Ufologen, islamische Konvertiten, zungenredende Pfingstler, Weltuntergangsapostel, Klimaskeptiker, Verschwörungstheoretiker, Anhänger der IV. Internationale (Bolschewiki), Anthroposophen, Scientologen, Familienaufsteller, Katholiken, Anhänger des HSV etc….

Gemeinsam sind ihnen vier Dinge:

1. Das faustische Bedürfnis der Sekten, die Welt „aus einem Punkt zu kurieren“. Das Muster ihrer Weltbetrachtung läuft immer darauf hinaus, zwischen „uns“ (den Wissenden) und „ihnen“ (den Verblendeten) einen klaren Trennungsstrich zu ziehen. Sieg der Guten – oder Weltuntergang. Keine Kompromisse – zwischen dem Herrgott und den Anhängern Satans ist definitiv kein Dialog möglich.

2. Die Selbstreferentialität. Die Anhänger einer Sekte kommunizieren wesentlich mit sich selbst. Außerhalb der Sekte lauert der Feind. Es braucht also sektenspezifische Kommunikations- und Sprachmuster, die der Selbstverständigung dienen und kommunikative Sperrzäune gegenüber der Außenwelt aufbauen. Die Kommunikation mit der Außenwelt ist – wenn überhaupt- „one-way“ – man sendet amorphe, propagandistische Signale hinaus in die Welt, ohne auf eine Antwort aus dem Außenraum gesteigerten Wert zu legen.

3. Die selektive Wahrnehmung. Der Sektenanhänger beschäftigt sich durchaus mit der Welt – er will sie ja retten. Er ist allerdings vorrangig damit beschäftigt, die vielfältigen Erscheinungsformen unserer schönen Erde und ihrer Menschen seinem eigenen Weltverständnis zu unterwerfen – dies führt, wie wir alle wissen, zu tendenziell grotesken Ergebnissen. Die Fähigkeit, die vielfältigen irritierenden Tatsachen, die seinem
Weltverständnis widersprechen, auszublenden, ist beim gewöhnlichen Anhänger einer Sekte hoch entwickelt.

4. Die Rigorosität. Der Sektenanhänger ist immer im Dienst; er stellt seine Kraft, seine intellektuelle Kapazität, seinen Körper, seine prekäre Privatheit in den Dienst der Sache. Man kann mit ihm nicht über Fußball reden. Der Gestus der Verkündigung bestimmt seinen Sprach- und Schreibstil – er spricht und schreibt immer ex cathedra. Er vermag sich riesig über kleine, billige Siege zu freuen. Den „Feind“ belegt er mit sämtlichen negativen Attributen, die seinem Sprachapparat zur Verfügung stehen (Dem restringierten Sprachcode einiger Sektierer genügen allerdings nur wenige Begriffe: man beschränkt sich dort häufig auf „Arschloch“, „Depp“ und „Wichser“.) Einen selbstreflexiven und humorvollen Sektierer hat man noch nie gesehen. Humor ist für ihn – wenn überhaupt – praktikabel nur als schmallippiger, säurehaltiger, vergifteter Sarkasmus.

Die bundesdeutsche neokonservative, islamophobe publizistische Kohorte als Sekte zu charakterisieren mag zunächst verwundern: Gibt es doch keinen anerkannten Guru in ihren Reihen, keine heilige Schrift gibt Orientierung, ein Organisationsstatut ist nicht bekannt und viele ihrer Mitstreiter sind einander in herzlicher Feindschaft verbunden.
Die sektiererische Gemeinsamkeit wird hier über ihr übereinstimmendes Weltbild konstituiert – ein Weltbild, das stark durch die US-amerikanischen Neocons bestimmt wird, allerdings auch einige sehr deutsche Spezifika enthält:

Gemeinsam ist: Der Glaube an die Überlegenheit der westlichen Zivilisation gegenüber allen anderen „vorzivilisatorischen“ Kulturen; die Propagierung der Unausweichlichkeit eines langwierigen militärischen Kampfs gegen den Islamofaschismus; die Denunziation der muslimischen Religion und aller ihrer Anhänger als Gefahr für Frieden und Freiheit der „westlichen Welt“; die umstandslose Unterstützung der Politik Israels; die Denunziation sämtlicher Kritik an der gegenwärtigen Weltordnung als antisemitisch – der gewöhnliche deutsche Neocon lässt es sich im Übrigen nicht nehmen, die muslimische Wohnbevölkerung Deutschlands pauschal als 5. Kolonne des geheimen Welteroberungsprogramm der islamischen Umma zu charakterisieren.
Aktuell einigt die neokonservative Gemeinde die gemeinsame propagandistische Bemühung, dem iranischen Atomprogramm den Status einer Weltbedrohung zuzuweisen und Stimmung für einen „vernichtenden Militärschlag“ gegen den Iran zu machen.

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Dank an bigberta.