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Kurt Tucholsky „Deutschland erwache! (1930)
Zu viel über den Holocaust gelehrt
Französische Lehrerin suspendiert
Eine jüdische Geschichtslehrerin ist in Frankreich vom Dienst suspendiert worden, weil sie im Unterricht zu viel Zeit auf den Holocaust verwendet hat. Die Schulaufsichtsbehörde werfe der 58-jährigen Lehrerin aus der ostfranzösischen Stadt Nancy vor, sie habe ihre Schüler einer regelrechten „Gehirnwäsche“ unterzogen und gegen den in Frankreich geltenden Grundsatz der Trennung von Staat und Kirche verstoßen, sagte ihre Anwältin Christine Tadic. Möglicherweise sei der eigentliche Fehler ihrer Mandantin aber, „Jüdin zu sein“.
In eigener Sache
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Deshalb geht es hier weiter.
News aus Israel
Entsalztes Mittelmeer soll Israel Trinkwasser liefern
Der israelische Staatspräsident Schimon Peres hat eine Anlage zur Entsalzung von Meerwasser nahe der nordisraelischen Stadt Hadera eingeweiht – Tierschützer befürchten negative Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt im Mittelmeer.
Online-Spionage
Die schöne Facebook-Freundin der Elitesoldaten
Eine bezaubernde junge Frau freundet sich auf Facebook mit israelischen Militärs an – und entlockt ihnen Geheimnisse. Laut einem Pressebericht tappten 200 Elitesoldaten in die Falle. Dahinter steckt vermutlich die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah.
Israel lässt Kritiker Chomsky nicht einreisen
Israel hat dem bekannten Sprachforscher Noam Chomsky die Einreise in das Westjordanland verweigert. Nach mehreren Stunden der Befragung an der Grenze zu Jordanien musste der für seine Israel-kritischen Ansichten bekannte 81-Jährige zurück nach Amman reisen, wie israelische Medien heute berichteten. Er wollte vier Tage lang in den Palästinensergebieten bleiben und an der Bir-Zeit-Universität in Ramallah einen Vortrag halten.
Wilfried Schmickler – Die Montagsfrage 17.05.10
„Ihr müsst wütend werden!“
Wie Hitler, wie Auschwitz, wie der Holocaust
Nazi-Vergleiche
In den Köpfen aller Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, sollten sämtliche Warnlampen angehen, wenn sie die Worte „Holocaust“, „Auschwitz“ oder „Hitler“ verwenden. Beispiele, Begründungen oder Vergleiche mit dem Nationalsozialismus verbieten sich fast immer. Manche können es trotzdem nicht lassen.
So hat der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller den Medien in Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen eine Kampagne gegen die Kirche vorgeworfen und die laufende Berichterstattung in die Nähe der kirchenfeindlichen Haltung der Nationalsozialisten gerückt. „Jetzt erleben wir wieder eine Kampagne gegen die Kirche“, sagte Müller in einer Predigt im Regensburger Dom.
Mit weiteren Beispielen, wieso jeder Vergleich mit dem Nationalsozialismus zum Scheitern verurteilt ist.
Das Überraschungs-Amt

Böse Überraschung vom Amt
Stefan J. (23) liebt Überraschungen, aber mit dieser hatte er dann doch nicht gerechnet: Dem Hartz-IV-Empfänger droht eine Kürzung der Bezüge, weil er Figuren aus Überraschungseiern sammelt.
Das erste Schokoladenei bekam er geschenkt, als er fünf war und mit seiner Mutter von Jena nach Detmold zog: »Da war dieser Zwerg drin«, sagt Stefan J. und greift zielsicher nach einer Figur, die neben vielen anderen auf dem Wohnzimmertisch stehen. 400 habe er insgesamt, erzählt der Arbeitslose, der mit seiner erwerbsunfähigen Mutter zusammenlebt. »Diese Figuren sind unser einziges Hobby«, erzählt der Sohn, der von jedem Wochenendeinkauf zwei Überrraschungseier mit nach Hause bringt – allerdings nicht, ohne sie vor dem Kauf geschüttelt zu haben: »Wenn man einen dumpfen Schlag hört, ist kein Bausatz drin, sondern eine Figur.« J. ist offenbar ein Experte: »Ich habe sogar schon Fälschungen entlarvt.«
Die Leidenschaft des Detmolders blieb der Behörde »Lippe Pro Arbeit« nicht verborgen, denn Stefan J. und vier weitere Sammler präsentieren ihre Ü-Ei-Figuren auf einer gemeinsamen Internetseite. J.: »Die Beamten gehen wohl davon aus, dass ich teure Sammlerstücke besitze, denn in sechs Wochen haben Mitarbeiter des Amtes 188 Mal auf unsere Internetseite zugegriffen!« Im April bekam der 23-jährige schließlich Post von der Behörde: »Ich sollte den Wert meiner Sammlung angeben. Am Telefon wurde mir gesagt, dass meine Bezüge dann entsprechend gekürzt würden.«


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