Mit ‘Weltwirtschaftskrise’ getaggte Beiträge

Wir brauchen ein neues Geldsystem

Veröffentlicht: 1. Dezember 2010 von fareus in Kapitalismus
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Jacques Attali, der Querdenker

Veröffentlicht: 8. Mai 2010 von fareus in EU
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Bei wem sollte man nach Antworten zu ungewöhnliche Krisen suchen?
Am besten wohl bei einem Querdenker.
Jacques Attali ist so einer. Vor zwei Jahrezehnten beriet er den linken Präsidenten Mitterrand, heute dessen politischen Gegner Sakorzy.
Deutsche Medien zählen ihn zu den wichtigen „Strippentziehern französischer Politik“.
Attali suchte schon in der klar strukturierten bipolaren Zeit des Kalten Krieges nach anderen Ansätzen.

Krise heißt Gefahr und Gelegenheit

Veröffentlicht: 2. Mai 2010 von fareus in Wirtschaft
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Chinesisch für Anfänger: Krise – Wu Ji
Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus zwei Schriftzeichen zusammen:

das eine bedeutet Gefahr

und das andere Gelegenheit (Chance).

QUELLE

Man könnte also annehmen, dass man die Krise als Chance (Gelegenheit) nehmen könnte um Veränderungen in ein krankes System zu bringen.

Ja, ich rede von unserem Wirtschaftssystem. An der Börse wird mit allen spekuliert was man zu Geld machen kann, Rohstoffe, Lebensmittel, Abgase (CO2-Emissionen), mit der Zukunft von Menschen, ja von ganzen Ländern (Griechenland, Island).

Wer muss die Suppe auslöffeln? Richtig, der kleine Mann, der Steuerzahler, der noch existierende Mittelstand.

Die Bankenkrise hat uns Milliarden gekostet, die nächste Spekulationsblase wird uns wieder Milliarden kosten.

Alle waren empört und riefen nach Regularien, nichts ist geschehen, das Tagesgeschäft läuft weiter.

Nach der Krise ist vor der Krise.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist aufgrund der schweren Wirtschaftskrise europaweit stark angestiegen. Nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei Creditreform gingen im vergangenen Jahr in Europa 236.000 Firmen pleite, 26 Prozent mehr als 2008. Die meisten Firmenzusammenbrüche gab es demnach in Frankreich mit 55.800 Insolvenzen (plus 12,2 Prozent), Deutschland mit 34.300 Insolvenzen (plus 16,0 Prozent) und Großbritannien mit 20.300 Insolvenzen (plus 24,8 Prozent). Europaweit waren 1,7 Millionen Arbeitnehmer von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffen.

Einen besonders starken Anstieg der Firmeninsolvenzen verzeichneten die mittel- und osteuropäischen Staaten. Die Zahl stieg von 35.400 im Jahr 2008 auf 51.000 im vergangenen Jahr und nahm damit um 44 Prozent zu. In Westeuropa gingen 185.000 Firmen pleite, 22 Prozent mehr als 2008. Den stärksten Anstieg in der Zahl der Insolvenzen verzeichnete dabei Spanien: Hier gingen 4900 Unternehmen pleite, beinahe doppelt so viele wie 2008.

QUELLE

Interview mit Prof. Wilhelm Hankel über die Auswirkungen der Krise und Perspektiven für die Zukunft. Bestes Szenario: Stagnation für die nächsten 5-10 Jahre. Für viele Menschen steht das Schlimmste aber noch bevor. Krisenbewältigung der Politik „grotesk“. Bankenrettung Wahnsinn. Die privatkapitalistische Gesellschaft auf dem Weg in den Staatssozialismuns.

Nobelpreisträger Edmund Phelps über perverse Banken, populistische Krisenpolitik und die „vergessene Kunst“ der alten Handelsbanken.

Edmund Phelps, 76, ist erschöpft. Er kämpft mit dem Jetlag an diesem kalten Winterabend. Der Wirtschaftsprofessor der Columbia University in New York, der für seine Beschäftigung mit dem Phänomen der Arbeitslosigkeit 2006 den Nobelpreis bekam, ist ein gefragter Mann. Gemeinsam mit seiner Frau Viviana eilt er von Konferenz zu Konferenz. Die Krise hat auch die Überzeugungen des großen US-Ökonomen ins Wanken gebracht, der Kritikern oft als marktradikal galt.

SZ: Herr Phelps, mal ehrlich: Haben Sie die Finanzkrise kommen sehen?

Phelps: Ich habe schon erkannt, dass die amerikanische Wirtschaft zu stark auf das Wachstum im Immobiliensektor vertraut hat. Aber wie das alles zusammenhängt, habe ich nicht gesehen. Die Banken waren so besessen davon, den Amerikanern Häuser zu finanzieren, dass sie zu viel Geld verliehen haben und verletzlich waren, als die Immobilienpreise kollabierten. Mir war auch nicht bewusst, wie sehr viele Unternehmen nur noch auf kurzfristige Gewinne aus sind. Das ist schlimm.

[…]

SZ: Gerade haben Sie noch staatliche Eingriffe befürwortet, jetzt reden Sie dem Markt das Wort.

Phelps: Ich bin kein Marktradikaler. Ich liebe den Kapitalismus nicht, weil er null Steuern bedeutet und null Staat. Tatsächlich würde der Kapitalismus sogar kollabieren ohne den Staat. Aber ich hasse es, diese fadenscheinigen Argumente zu hören, warum der öffentliche Sektor größer werden muss. John Maynard Keynes übrigens empfahl der Regierung nicht nur, Arbeiter in der Krise Löcher buddeln zu lassen, er riet auch, sie danach wieder aufzufüllen. Vielleicht dachte er ja, dass die Löcher eine schlechte Idee sind. Denn was auch immer eine Regierung macht, es hat unangenehme Nebenwirkungen. Deshalb könnte es vielleicht gut sein, wenn die Politiker hinterher versuchen, ihre Spuren zu verwischen.

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Mit der überraschenden Bitte an seine Gläubiger um Zahlungsaufschub hat der einst boomende Golfstaat Dubai die Börsen weltweit in Mitleidenschaft gezogen. Vor allem islamische Finanzprodukte in Asien fielen im Schnitt um 15 Prozent, der Deutsche Aktienindex in Frankfurt am Main sank bis zum Nachmittag um 2,2 Prozent. Der Handel an der Börse in London wurde für drei Stunden ausgesetzt.

Dubai hatte die internationalen Finanzmärkte am Mittwoch mit seiner Bitte um Zahlungsaufschub geschockt. Betroffen sind die Kreditgeber des Staatsfonds Dubai World und von dessen Immobilientochter Nakheel. Diese bauen die berühmten Palmeninseln vor der Küste von Dubai, die als Symbol des aufstrebenden Emirats gelten.

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